Wenn aus der Suche nach innerem Frieden ein Albtraum wird

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emi1984 Avatar

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Eine abgelegene Unterkunft mitten in der norwegischen Natur, ein See, Wälder und weit und breit kaum Menschen. Eigentlich klingt das für mich nach einem Ort, an dem ich wunderbar abschalten könnte. Ich liebe solche ruhigen, naturbelassenen Gegenden und kann gut verstehen, warum Menschen dorthin reisen, um Abstand vom Alltag zu gewinnen. Allerdings würde ich bei diesem Retreat wohl ziemlich schnell wieder abreisen.

Besonders spannend finde ich, dass Helene nicht zur Selbstfindung anreist, sondern herausfinden möchte, was mit ihrem Bruder passiert ist. Dass sie sich dafür auf die Gruppentherapien und Trancen einlässt, obwohl sie den Menschen dort nicht trauen kann, stelle ich mir ziemlich beklemmend vor.

Mit alternativen Heilmethoden und der Beschäftigung mit sich selbst kann ich durchaus etwas anfangen. Umso interessanter finde ich die Frage, wann aus solchen Angeboten gezielte Manipulation wird. Gerade wenn Menschen auf der Suche nach Hilfe oder Veränderung sind, können sie schließlich besonders empfänglich für jemanden sein, der vorgibt, auf alles eine Antwort zu haben.

Die vielen offenen Fragen machen mich richtig neugierig. Was ist am Nordufer verborgen? Was weiß der geheimnisvolle Gehilfe? Und vor allem: Ist Helenes Bruder tatsächlich freiwillig in den Tod gegangen? Ich mag psychologische Thriller, bei denen man ständig überlegt, wem man noch glauben kann. Zusammen mit der einsamen norwegischen Landschaft könnte das eine richtig spannende und unheimliche Geschichte werden.