Sinnlich, scharf, schonungslos
Schon die ersten Seiten haben mich vollkommen in ihren Bann gezogen. Rhiannon Lucy Cosslett schreibt mit einer Intensität, die gleichzeitig zart und unerbittlich ist. Der Roman beginnt mit einer Betrachtung von Paula Modersohn‑Beckers Selbstbildnis — und sofort wird klar, dass dieser Text nicht nur erzählt, sondern denkt, fühlt, analysiert. Die Erzählerin hält die Postkarte in der Hand, „zitternd in einer zur Hälfte eingeräumten Abstellkammer“, und dieser Moment bündelt alles: Kunst, Körper, Angst, Sehnsucht, Identität.
Der Schreibstil ist poetisch, klug und voller Zwischentöne. Die Leseprobe bewegt sich mühelos zwischen Kunstgeschichte, persönlicher Erinnerung und Gegenwart. Besonders beeindruckt hat mich, wie der Roman weibliche Körper jenseits des männlichen Blicks zeigt — ehrlich, verletzlich, widersprüchlich. Die Passagen über Modersohn‑Becker und Francesca Woodman sind nicht nur kunsthistorische Reflexionen, sondern emotionale Spiegelungen der Erzählerin selbst.
Auch das Setting auf der griechischen Insel ist atmosphärisch dicht: das klare Wasser, die Hitze, die Villa voller schöner Dinge, die Freundinnen, deren Beziehungen von Status, Geschichte und unausgesprochenen Spannungen durchzogen sind. Die Szene, in der die Erzählerin frühmorgens schwimmen geht und einen fremden Mann im Wasser sieht, hat etwas Unheimliches und zugleich Meditatives. Alles wirkt wie ein Sommer, der zu schön ist, um harmlos zu sein.
Ich erwarte einen Roman über Freundschaft, weibliche Selbstbestimmung, Kunst und die Frage, wie man leben will — und welchen Preis man dafür zahlt. Die Leseprobe hat mich tief berührt und intellektuell herausgefordert. Ich möchte unbedingt weiterlesen, weil ich spüre, dass diese fünf Tage im Licht nicht nur für die Figuren, sondern auch für mich als Leserin etwas verändern werden.
Der Schreibstil ist poetisch, klug und voller Zwischentöne. Die Leseprobe bewegt sich mühelos zwischen Kunstgeschichte, persönlicher Erinnerung und Gegenwart. Besonders beeindruckt hat mich, wie der Roman weibliche Körper jenseits des männlichen Blicks zeigt — ehrlich, verletzlich, widersprüchlich. Die Passagen über Modersohn‑Becker und Francesca Woodman sind nicht nur kunsthistorische Reflexionen, sondern emotionale Spiegelungen der Erzählerin selbst.
Auch das Setting auf der griechischen Insel ist atmosphärisch dicht: das klare Wasser, die Hitze, die Villa voller schöner Dinge, die Freundinnen, deren Beziehungen von Status, Geschichte und unausgesprochenen Spannungen durchzogen sind. Die Szene, in der die Erzählerin frühmorgens schwimmen geht und einen fremden Mann im Wasser sieht, hat etwas Unheimliches und zugleich Meditatives. Alles wirkt wie ein Sommer, der zu schön ist, um harmlos zu sein.
Ich erwarte einen Roman über Freundschaft, weibliche Selbstbestimmung, Kunst und die Frage, wie man leben will — und welchen Preis man dafür zahlt. Die Leseprobe hat mich tief berührt und intellektuell herausgefordert. Ich möchte unbedingt weiterlesen, weil ich spüre, dass diese fünf Tage im Licht nicht nur für die Figuren, sondern auch für mich als Leserin etwas verändern werden.