Sommer, Kunst und innere Konflikte

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nickithecat Avatar

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Die Leseprobe hat mich sofort in diese sommerliche, aber nicht nur leichte Atmosphäre hineingezogen. Vier Frauen auf einer griechischen Insel – das klingt zunächst nach Urlaub, entwickelt aber schnell eine stille Spannung, die vor allem zwischen den Figuren und in ihren unausgesprochenen Spannungen liegt. Besonders Sophie, aus deren Sicht erzählt wird, wirkt dabei sehr nahbar, weil sie nicht eindeutig oder glatt gezeichnet ist, sondern mit innerer Unruhe und vielen Gedankenbrüchen.

Sprachlich eher fein beobachtend als laut, mit vielen kleinen Bildern und einer dichten Stimmung, die sich langsam aufbaut. Gerade diese Mischung aus Kunstwelt, persönlichen Beziehungen und unterschwelligen Konflikten macht neugierig, ohne schon zu viel zu verraten.

Ich habe das Gefühl, dass sich hier kein schneller Plot entfaltet, sondern ein Roman, der über Atmosphäre und Zwischentöne wirkt. Genau das hat bei mir den Wunsch ausgelöst, weiterzulesen – vor allem, um zu sehen, wie sich die Dynamik zwischen den Frauen und Sophies innere Entwicklung weiter zuspitzt.