Außergewöhnliches Sommerbuch mit Kunstgeschichte-Fokus

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Eine von vier Frauen wird bald heiraten. Daher verbringen sie gemeinsam Zeit auf einer griechischen Insel.
Fünf Tage sind die Frauen unter sich, dann sollen die Partner nachkommen. Für die Künstlerin Sophie ist diese Zeit ohne ihren Partner Greg eine willkommene Auszeit. Er bedrängt sie seit längerem mit seinem Kinderwunsch. Doch Sophie möchte sich ihrer Kunst widmen und nicht auf Mutterschaft reduziert werden. Je länger sie auf der Insel ist, desto klarer wird ihr, dass sie sich von Greg trennen muss, da sie in dieser Frage einfach nicht zusammenkommen. Als Sophie dann auch noch beim morgentlichen Schwimmen im Meer dem attraktiven Ky begegnet, ist es um sie geschehen. Sie lernt sich, ihren Körper und ihre Lust von einer ganz neuen Seite kennen. Und ihr wird klar, wie sehr sie durch Greg eingeengt wurde. Je näher die Ankunft der Partner rückt, desto schwieriger wird es für Sophie, dies mit ihrer Affäre in Einklang zu bringen. Sie ist hin- und hergerissen. Nebenbei fertigt sie auch noch ein Aktporträt ihrer Freundin Alessia an, doch zwischen der Auftraggeberin und der Malerin nehmen die Spannungen auch zu. Alles scheint auf einen großen Knall hinzusteuern, den es - so viel sei verraten - dann auch gibt.
Dieses Buch, von dem man zunächst dachte, es sein einfach nur ein Sommerroman, überrascht mit einem sehr feministischen Grundton. Es geht um die Rolle der Frau, um Selbstbestimmung und das weibliche Begehren. Nebenbei ist das Buch auch noch eine Art kunstgeschichtliche Studie zum Thema weibliche Aktportraits, da zwischen den einzelnen Kapiteln jeweils ein solches Werk und die Gedanken einer Ich-Erzählerin dazu eingebaut sind. Erst relativ spät erschließt sich, dass diese Teile auch von der Künstlerin Sophie stammen.