Interessante und ansprechende Komposition

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mike nelson Avatar

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Interessante und ansprechende Komposition - und auch ein angenehmer Lesefluss. Da hat sich die in London lebende Waliserin mit ihrem neuen Roman "Fünf Tage im Licht" durchaus etwas überlegt und damit dreihundert Seiten gefüllt. Dabei versucht Rhiannon Lucy Cosslett gleich mehrere Themen zusammenzuführen: Vier Freundinnen verbringen zehn Tage zusammen auf einer kleinen griechischen Insel, nach der Hälfte der Zeit reisen von dreien die Partner hinterher; eine Freundin steht kurz vor der Hochzeit, es existieren Statusunterschiede und unterschiedliche Lebensentwürfe. Ausgangspunkt für eine spannende Gruppendynamik. Darüberhinaus zieht sich ein weiteres Thema durch die Geschichte und wird durch immer wieder eingestreute 'Bildbetrachtungen' der Ich-Erzählerin Sophie vertieft - Künstlerinnen erstellen von sich selbst einen Akt. Und schließlich noch das Thema Sexualität. Sophie malt Alessia, verliebt sich - obwohl verpartnert mit dem nachreisenden Greg - in den schönen Griechen Ky, Jugendfreund und 'Immer-wieder-Beischläfer' von Alessia... ein geheimes Spiel entspinnt sich, in dem Sophie mit bedeutsamen Fragen konfrontiert wird. Will sie sich Gregs Kinderwunsch bäugen und inwieweit wäre dies kompatibel mit ihrem Wunsch, eine Künstlerin zu werden; wie wird es mit Ky weitergehen, was wird sich verändern, sobald ihr Freund Greg angereist ist? Und am Ende lauert dann auch noch eine unerwartete Wendung.