Manchmal ist weniger einfach mehr

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zippi Avatar

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Fünf Tage im Licht von Rhiannon Lucy Cosslett ist am 15. Mai 2026 im Rowohlt Kindler Verlag erschienen.

Ich hatte mich sehr auf diesen Sommerroman gefreut: Griechenland, vier Freundinnen, Kunst, Geheimnisse und eine Affäre – das klang nach einer atmosphärischen Geschichte.
Die sommerliche Kulisse und der Schreibstil haben mir grundsätzlich gefallen.
Doch im Laufe des Romans kamen immer mehr Themen hinzu: Freundschaft, Affären, Kinderwunsch, gesellschaftliche Unterschiede und vieles mehr. Jedes für sich hätte Potenzial gehabt, gemeinsam wirkte es auf mich jedoch überladen.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Sophie und Ky konnte mich leider nicht erreichen. Die Anziehung zwischen den beiden entwickelt sich sehr schnell, wodurch für mich kaum eine emotionale Verbindung entstand. Die zahlreichen intimen Szenen wirkten auf mich eher plump als sinnlich und konnten die fehlende Tiefe der Figuren nicht ausgleichen. Statt mit den beiden mitzufühlen, blieb ich als Leserin auf Distanz.
Dadurch blieben die Figuren für mich insgesamt emotional fremd und ich hatte bis zum Schluss das Gefühl, dass der Roman zu viele Handlungsstränge gleichzeitig erzählen wollte.
Am Ende wusste ich gar nicht mehr, worauf die Geschichte eigentlich hinauswollte.

Manchmal ist weniger einfach mehr. Für mich wollte dieser Roman zu viel auf einmal erzählen und hat mich deshalb leider nicht erreicht.