Mehr als ein Inselsommer

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valja.liest Avatar

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In „Fünf Tage im Licht" begleiten wir die Malerin Sophie, die mit drei alten Freundinnen aus Studientagen einen Junggesellinnenabschied auf Sifnos verbringt. Die Tage auf der Insel bringen ihr etwas Abstand von ihrem Freund Greg, der sie mit seinem Kinderwunsch unter Druck setzt – und dann ist da Ky, ein Einheimischer, mit dem sie eine Affäre beginnt. Der bildhafte Schreibstil macht die flirrende Sommerhitze richtig greifbar. Leicht ist die Stimmung zwischen den Frauen deshalb aber nicht – sie bleibt von der ersten Seite an angespannt.

Was mich am meisten für den Roman eingenommen hat, sind die Betrachtungen, die jedem Kapitel vorangestellt sind. Sophie denkt darin über Künstlerinnen und deren Bilder nach, und immer wieder findet sich darin etwas, das auf ihr eigenes Leben zurückweist. Kunst, die Frage nach Selbstbestimmung und der Wunsch, das eigene Leben nach den eigenen Vorstellungen zu führen, greifen so ineinander.

Ein Roman, der die Leichtigkeit des Sommers und das Gewicht großer Lebensentscheidungen zusammenbringt.