Nette weibliche Sommergeschichte

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Fünf Tage im Licht entführt direkt auf eine griechische Insel und schafft es, diese warme, flirrende Sommeratmosphäre sehr lebendig einzufangen. Im Mittelpunkt stehen vier Freundinnen, allen voran die Malerin Sophie, deren innerer Konflikt zwischen Kunst und einem möglichen Familienleben die Geschichte prägt. Besonders interessant ist der Blick auf den weiblichen Körper und die Frage, aus welcher Perspektive er dargestellt wird.

Der Roman greift viele Themen auf, von Freundschaft über Selbstbestimmung bis hin zu gesellschaftlichen Erwartungen. Nicht alles wird dabei gleich tief ausgearbeitet, manches bleibt eher an der Oberfläche. Auch die eingeschobenen Reflexionen über Künstlerinnen haben mich teilweise aus dem Lesefluss gerissen.

Trotz kleiner Längen liest sich das Buch angenehm und vermittelt ein intensives Gefühl von Sommer und Nachdenklichkeit. Insgesamt ein solides Leseerlebnis, das mich gut unterhalten hat, aber wohl nicht lange nachhallen wird. Für mich sind es sehr wohlgemeinte vier Sterne.