Sommerliche Selbstfindung

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balkonce Avatar

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Selbstfindung durch Kunst und Sex? Möglich in dem Roman von Rhiannon Lucy Cosslett.
Protagonistin Sophie, eine junge Malerin, verbringt den Sommer mit drei Freudinnen auf einer griechischen Insel. Eine von ihnen wird bald heiraten. Sophie genießt die Sommerhitze und die Auszeit von ihrem Freund Greg, der sie mit seinem Kinderwunsch unter Druck setzt. Jeden Morgen geht sie zum Schwimmen runter ans Meer und begegnet dort dem Griechen Ky. Eine Affäre beginnt, in der Sophie sich immer mehr verliert. Unterdessen arbeitet sie an einem Aktportrait ihrer Freundin Alessia, doch die Spannungen zwischen den beiden Frauen intensivieren sich von Tag zu Tag. Sowohl Gemälde auch die Affäre stellen alles infrage, was Sophie zu wissen glaubt.

Die Autorin macht in ihrem Roman große Themen, wie die Selbstfindung einer Frau Anfang 30, Kunstgeschichte weiblicher revolutionären Künstlerinnen, britischen Klassenkampf und die essentielle Kinderwunschfrage in einer Beziehung auf. Behandelt werden die Themen anhand einer feurigen Affäre und der durchaus komplizierten Hass-Liebe zu ihren Freundinnen. Für meinen Geschmack wurden die durchaus tiefgreifenden ernsten Themen unter diesem Gesichtspunkt zu seicht eingebettet. Der Roman verliert sich in den großen Themen im Schreibstil und der eigentlich seichten Storyline.
Als Sommerlektüre ist das Buch empfehlenswert, wer große literarische und künstlerische Tiefgang sucht, wird hier sicherlich zu kurz kommen.