Ein Urlaub voller weiblicher Kunstgeschichte
In diesem Roman geht es um Sophie, die sich mit vier Freundinnen auf einem kleinen Junggesellinnenabschied auf einer griechischen Insel befindet. Sophie beschäftigt sich in dieser Zeit viel mit ihrem Leben, der Zukunft ihrer Beziehung und der ihrer Kunst. Dabei wirbelt der Grieche Ky ihre bisherigen Vorstellungen ordentlich durcheinander.
Ich habe den Roman innerhalb von zwei Tagen inhaliert. Die Geschichte übte schnell einen Sog auf mich aus, dem ich mich nur schwer entziehen konnte. Es werden viele feministische Themen angesprochen, wie der Blick auf den weiblichen Körper, Kinderwunsch und Frauen in der Kunst.
Die Themen sind sehr spannend ausgearbeitet. Trotzdem war mir die Geschichte in der Mitte des Romans zu weiß und privilegiert. Ich habe den Eindruck, dass das auch der Autorin aufgefallen ist. So hat die Protagonistin beispielsweise eine Schwester mit körperlicher Behinderung, die selbst und deren Körper dann mehr in den Vordergrund rücken. Außerdem folgt auf jedes Kapitel die Beschreibung eines Selbstporträts einer Künstlerin sowie einige Informationen zu dieser. Das schafft nicht nur Raum für weibliche Kunst, sondern auch für weibliche PoC-Künstlerinnen. So entkommt der Roman nicht vollständig einem weiß privilegierten Feminismus, aber er ermöglicht es mir als Leserin, dies zumindest zu reflektieren.
Wenn du dich - wie ich - eher wenig mit Kunst auskennst, empfehle ich beim Lesen die Bilder zu googlen. Fast alle beschriebenen Porträts sind dort zu finden, und es ist viel leichter, den Beschreibungen mit dem Bild vor Augen zu folgen, was das Leseerlebnis deutlich verbessert. Optimal wäre, der Roman würde nochmal aus Schmuckausgabe mit allen Bildern veröffentlicht.
Letztendlich sind es die Ereignisse im letzten Drittel des Romans, die einen wahren Höhepunkt darstellen. Es folgt Twist auf Twist und retrospektiv gewinnen die ersten beiden Drittel damit noch einmal an Tiefe. Ich muss auch sagen, dass die Dymaniken unter den Personen einfach genial sind und die Köperlichkeit in diesem Roman besonders ist. So nehme ich wirklich viel mit aus diesem Roman und kann ihn absolut empfehlen.
Ich habe den Roman innerhalb von zwei Tagen inhaliert. Die Geschichte übte schnell einen Sog auf mich aus, dem ich mich nur schwer entziehen konnte. Es werden viele feministische Themen angesprochen, wie der Blick auf den weiblichen Körper, Kinderwunsch und Frauen in der Kunst.
Die Themen sind sehr spannend ausgearbeitet. Trotzdem war mir die Geschichte in der Mitte des Romans zu weiß und privilegiert. Ich habe den Eindruck, dass das auch der Autorin aufgefallen ist. So hat die Protagonistin beispielsweise eine Schwester mit körperlicher Behinderung, die selbst und deren Körper dann mehr in den Vordergrund rücken. Außerdem folgt auf jedes Kapitel die Beschreibung eines Selbstporträts einer Künstlerin sowie einige Informationen zu dieser. Das schafft nicht nur Raum für weibliche Kunst, sondern auch für weibliche PoC-Künstlerinnen. So entkommt der Roman nicht vollständig einem weiß privilegierten Feminismus, aber er ermöglicht es mir als Leserin, dies zumindest zu reflektieren.
Wenn du dich - wie ich - eher wenig mit Kunst auskennst, empfehle ich beim Lesen die Bilder zu googlen. Fast alle beschriebenen Porträts sind dort zu finden, und es ist viel leichter, den Beschreibungen mit dem Bild vor Augen zu folgen, was das Leseerlebnis deutlich verbessert. Optimal wäre, der Roman würde nochmal aus Schmuckausgabe mit allen Bildern veröffentlicht.
Letztendlich sind es die Ereignisse im letzten Drittel des Romans, die einen wahren Höhepunkt darstellen. Es folgt Twist auf Twist und retrospektiv gewinnen die ersten beiden Drittel damit noch einmal an Tiefe. Ich muss auch sagen, dass die Dymaniken unter den Personen einfach genial sind und die Köperlichkeit in diesem Roman besonders ist. So nehme ich wirklich viel mit aus diesem Roman und kann ihn absolut empfehlen.