Aus dem Funken wird ein Feuer

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stina23 Avatar

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Barbara Blaha schafft es in ihrem Buch den Funken überspringen zu lassen. Obwohl es eigentlich ein Sachbuch ist, ist ihre Art zu schreiben sehr einnehmend. Der Text liest sich flüssig, denn sie erzählt eine Geschichte, die Geschichte des Feminismus und sie erzählt auch Geschichten. Geschichten rund um den Feminismus, oft auch direkt aus ihrem Erleben. Diese Mischung ließ mich immer interessiert und aufmerksam bleiben, sodass ich das Buch beinahe ohne Weglegen durchgelesen habe. Die Autorin vermittelt Fakten, Zahlen, verweist auf viele Studien und andere AutorInnen. Die vielen Informationen verbindet sie harmonisch und schafft so ein Buch, das, so wie sie das selbst schreibt, ein Feuer entfachen kann. Ein Feuer dafür, das Patriachat, in dem wir alle leben, in seinen vielen, oft aus alter Gewohnheit schon unsichtbar gewordenen Facetten zu erkennen, zu beleuchten, zu hinterfragen und vor allem hinter uns zu lassen und zu einem neuen Ufer aufzubrechen, in dem wir alle gleichberechtigt sind. Wie Johanna Dohnal es ausdrückte: „…in eine menschliche Zukunft“.
Mich hat Barbara Blaha mitgerissen und mir gezeigt, dass ich mit meinen Ansichten nicht allein bin. Sie bestärkt die Menschen, die Veränderung voranzutreiben, mit viel Kraft, Mut und Nachsicht. Durch den Blick zurück, veranschaulicht sie, wie weit wir schon gekommen sind und wie viel Menschen vor uns schon geleistet haben und motiviert damit, den Feminismus immer weiterzutragen. Ich fühlte mich beim Lesen bestärkt durch ihre kraftvollen und energiegeladenen Worte und bin dankbar, dass es eloquente Menschen wie sie gibt, deren Worte man sich leihen kann.