Ein starkes und überzeugendes Werk

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Dieses Buch hat mich restlos begeistert. Barbara Blaha guckt sich mit uns zusammen die vielen Ungleichheiten an, mit denen Frauen in unserer patriarchalisch geprägten Gesellschaft leben müssen. Sie zeigt auf, wie schon Mädchen gegenüber Jungen abgewertet werden, wie es Frauen in der Arbeitswelt ergeht, wie sie mehr Mental Load meistern müssen und dass sie ständig in Angst vor Übergriffen/Gewalt von Männern leben.

Die vielen Aussagen werden statistisch belegt und von Studien untermauert. Trotzdem liest es sich nie trocken und schon gar nicht realitätsfern. Zwischendurch erzählt Barbara Blaha auch von eigenen Erlebnissen, in denen sich wahrscheinlich ein Großteil der Frauen selbst wiederfindet. Zudem berichtet sie von ihrem eigenen Weg zum Feminismus, denn auch sie musste sich der Strukturen erst einmal bewusst werden und sie benennen können, um zu erkennen, was falsch läuft. Sie erzählt, dass sie jeden Tag Neues dazu lernt, und dass wir umsichtig mit Menschen umgehen sollen, die gerade erst beginnen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Denn so haben wir alle mal angefangen. Dadurch empfinde ich sie als sehr nachvollziehbar und nahbar.

Sie betont ebenfalls, dass es nicht darum gehen soll, nur weißen und privilegierten Frauen zu mehr Gerechtigkeit zu verhelfen, sondern allen Frauen.

Nun könnten diese Themen, Fakten und Bestandsaufnahmen dazu führen, dass wir uns sehr mutlos fühlen und denken, wir können sowieso nichts ändern. In ihrem letzten Kapitel zeigt Barbara Blaha jedoch, dass alle großen Umbrüche immer nur entstanden sind, weil eine Minderheit für Veränderung eingetreten ist.
Sie plädiert für eine gerechte Welt, von der alle Menschen profitieren würden. Für ein Miteinander statt ein Gegeneinander. Für den Funken, den jede*r von uns mitentzünden kann.

Dürfte ich nur ein Buch zum Thema Feminismus empfehlen, so wäre es dieses. Lest es!!