Stewardship für den Garten
Jasmin Schreiber ist nicht nur eine erfolgreiche Romanautorin, sie ist auch Biologin und hat schon manche unterhaltsame und informative Sachbücher verfasst. In ihrem neuesten Buch gibt sie Ideen und Anregungen, wie man Gärten, aber auch Balkone oder Terrassen so gestaltet, dass sie für die Tier- und Pflanzenwelt nützlich sind und einen kleinen Beitrag zur Arterhaltung leisten.
"Gärtnern für die Artenvielfalt" ist kein klassischer Ratgeber, in welchem steht, was genau wie, wann und wo ausgesät werden soll. Im Anhang gibt es zwar Listen, welche Pflanzen für welchen Standort, Lichtverhältnisse und pH-Werten besonders geeignet sind, aber dies soll nur erste Ideen zum Ausprobieren geben. Durchweg ermuntert sie die Leser*innen, selber zu experimentieren und auch Fehler anzunehmen und daraus etwas zu lernen. Auch Pflanzen, die vermeintlich an einem ungünstigen Standort stehen, können gut gedeihen, wenn andere Voraussetzungen stimmen. Die Natur findet auch in schwierigen Verhältnissen oft ihren Weg.
Zu Beginn erläutert sie erst einmal die Begriffe Artenvielfalt und Biodiversität, da viele Menschen sie synonym verwenden. Auch erfährt man, wie wichtig eigentlich der Boden ist und welche verschiedenen Typen es gibt.
Besonders der Begriff der Stewardship hat mich beeindruckt. Das Konzept ist, dass man nur der Steward, also der*die Verwalter*in des Garten ist. Natur gehört niemanden, zumindest keinem Menschen. Als Stewart verwahrt man nur dieses Stück Erde und pflegt es so gut wie man kann, damit Flora und Fauna sowie nachfolgende Generationen von Menschen etwas davon haben. Das hat mich wirklich nachdenklich gestimmt.
Wir Leser*innen bekommen viele hilfreiche Tipps, z.B. welche Arten es von Kompostieren gibt, welche Pflanzen man bspw. für Schmetterlinge ansäen kann, wie man einen Teich macht oder wie man sich für Vögel einsetzt. Dabei berichtet sie immer wieder, wie man auch auf dem Balkon etwas für die Artenvielfalt tun kann, da viele Menschen nun mal keinen Garten haben. Auch auf der Fensterbank kann etwas für Insekten getan werden.
Beim Thema Ernte stellt sie das Konzept "Mischkultur" vor. So fällt eine Ernte sogar erfolgreicher aus, wenn man verschiedene Gemüsesorten zusammen anpflanzt und keine Monokultur wie meistens in der Landwirtschaft entsteht. Auch sollte man den Standort jedes Jahr wechseln, sodass z.B. Kartoffeln nicht immer im selben Beet wachsen. Selbstverständlich sind Pestizide und co. absolute No-Gos. Wenn man die Erde sich einfach mal erholen lässt und die Natur auch einfach Natur sein darf, sodass der natürliche Kreislauf wieder entsteht, fällt die Gemüseernte für Mensch und Tier sehr gut aus.
Die Gestaltung des Buches ist mit zahlreichen Fotos und Illustrationen (alle von Jasmin Schreiber) sehr schön. Der Schreibstil ist sehr angenehm und öfters scheint der Humor der Autorin hervor. Niemals ist sie belehrend, sondern verständnisvoll, dass nicht für jede Person oder Familie bspw. eine riesige Wildblumenwiese geeignet ist. Stattdessen zeigt sie Kompromisslösungen auf.
Dieses Buch bietet eine sehr gute Grundlage fürs Gärtnern und liefert sicherlich auch Menschen, die schon wissen, wie man naturnah mit seinem Stückchen Erde umgeht, einige hilfreiche Ideen und Anregungen, was sie tun können, um die Artenvielfalt zu unterstützen.
"Gärtnern für die Artenvielfalt" ist kein klassischer Ratgeber, in welchem steht, was genau wie, wann und wo ausgesät werden soll. Im Anhang gibt es zwar Listen, welche Pflanzen für welchen Standort, Lichtverhältnisse und pH-Werten besonders geeignet sind, aber dies soll nur erste Ideen zum Ausprobieren geben. Durchweg ermuntert sie die Leser*innen, selber zu experimentieren und auch Fehler anzunehmen und daraus etwas zu lernen. Auch Pflanzen, die vermeintlich an einem ungünstigen Standort stehen, können gut gedeihen, wenn andere Voraussetzungen stimmen. Die Natur findet auch in schwierigen Verhältnissen oft ihren Weg.
Zu Beginn erläutert sie erst einmal die Begriffe Artenvielfalt und Biodiversität, da viele Menschen sie synonym verwenden. Auch erfährt man, wie wichtig eigentlich der Boden ist und welche verschiedenen Typen es gibt.
Besonders der Begriff der Stewardship hat mich beeindruckt. Das Konzept ist, dass man nur der Steward, also der*die Verwalter*in des Garten ist. Natur gehört niemanden, zumindest keinem Menschen. Als Stewart verwahrt man nur dieses Stück Erde und pflegt es so gut wie man kann, damit Flora und Fauna sowie nachfolgende Generationen von Menschen etwas davon haben. Das hat mich wirklich nachdenklich gestimmt.
Wir Leser*innen bekommen viele hilfreiche Tipps, z.B. welche Arten es von Kompostieren gibt, welche Pflanzen man bspw. für Schmetterlinge ansäen kann, wie man einen Teich macht oder wie man sich für Vögel einsetzt. Dabei berichtet sie immer wieder, wie man auch auf dem Balkon etwas für die Artenvielfalt tun kann, da viele Menschen nun mal keinen Garten haben. Auch auf der Fensterbank kann etwas für Insekten getan werden.
Beim Thema Ernte stellt sie das Konzept "Mischkultur" vor. So fällt eine Ernte sogar erfolgreicher aus, wenn man verschiedene Gemüsesorten zusammen anpflanzt und keine Monokultur wie meistens in der Landwirtschaft entsteht. Auch sollte man den Standort jedes Jahr wechseln, sodass z.B. Kartoffeln nicht immer im selben Beet wachsen. Selbstverständlich sind Pestizide und co. absolute No-Gos. Wenn man die Erde sich einfach mal erholen lässt und die Natur auch einfach Natur sein darf, sodass der natürliche Kreislauf wieder entsteht, fällt die Gemüseernte für Mensch und Tier sehr gut aus.
Die Gestaltung des Buches ist mit zahlreichen Fotos und Illustrationen (alle von Jasmin Schreiber) sehr schön. Der Schreibstil ist sehr angenehm und öfters scheint der Humor der Autorin hervor. Niemals ist sie belehrend, sondern verständnisvoll, dass nicht für jede Person oder Familie bspw. eine riesige Wildblumenwiese geeignet ist. Stattdessen zeigt sie Kompromisslösungen auf.
Dieses Buch bietet eine sehr gute Grundlage fürs Gärtnern und liefert sicherlich auch Menschen, die schon wissen, wie man naturnah mit seinem Stückchen Erde umgeht, einige hilfreiche Ideen und Anregungen, was sie tun können, um die Artenvielfalt zu unterstützen.