Der Titel passt: Geht so!
"Seit acht Jahren tue ich dasselbe und weiß, dass es zu nichts nütze ist. Ich weiß, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn es Jobs wie meinen nicht gäbe." (S. 16)
Marisa arbeitet in einer Hochglanz-Werbeagentur in Madrid, erstellt kreative Konzepte für Produkte, von denen die Menschen noch nicht wissen, dass sie sie (nicht) brauchen, und anstatt das alles zu lieben und darin aufzugehen, hasst Marisa ihren Job als Head of Creative Strategy. Bullshit-Titel, Bullshit-Job. Dabei verachtet sie nicht nur die Arbeit selbst. Sie hasst schon den Weg ins Büro, die Meetings, die Rituale und ganz besonders ihre Kolleginnen und Kollegen mit ihren endlosen Performances. Wortschöpfungen wie „Tanz der Gemeinplätze“, „Pflicht-Pantomime“ oder „All-you-can-eat-Buffet der Klischees“ liefern die passenden Bilder zum Irrsinn einer Arbeitswelt, die sich selbst deutlich wichtiger nimmt, als sie tatsächlich ist. Überhaupt ist Zynismus neben dem Konsum von Beruhigungsmitteln und YouTube-Videos das Mittel, das Marisa aufrecht hält. Sie kämpft mit Angstzuständen, sozialer Erschöpfung und dem Gefühl, in einem Leben festzustecken, das sie weder erfüllen noch verlassen kann. Als dann auch noch ein Teambuilding-Wochenende ansteht, droht Marisa komplett zu entgleisen.
Beatriz Serrano kreiert das Bild einer Frau, die sich von der modernen Arbeitswelt entfremdet hat. Dabei geht es nicht nur um einen ungeliebten Job, sondern auch um Leistungsdruck, Selbstoptimierung, die Absurditäten der Bürokultur und die Frage, wie viel Sinn in Tätigkeiten steckt, die vor allem dazu dienen, Konsum weiter anzukurbeln.
Das, was laut einer Frauen-Zeitschrift "Radikal witzig, radikal wahr, radikal einfühlsam" sein sollte, war für mich allerdings leider nichts davon. Also, zumindest nicht radikal. Es hatte seine witzigen Momente und ganz sicher steckt in fast allem, was Marisa beschreibt, eine bittere Wahrheit. Aber am Ende stimmt für mich bloß der Titel: Geht so.
Marisa arbeitet in einer Hochglanz-Werbeagentur in Madrid, erstellt kreative Konzepte für Produkte, von denen die Menschen noch nicht wissen, dass sie sie (nicht) brauchen, und anstatt das alles zu lieben und darin aufzugehen, hasst Marisa ihren Job als Head of Creative Strategy. Bullshit-Titel, Bullshit-Job. Dabei verachtet sie nicht nur die Arbeit selbst. Sie hasst schon den Weg ins Büro, die Meetings, die Rituale und ganz besonders ihre Kolleginnen und Kollegen mit ihren endlosen Performances. Wortschöpfungen wie „Tanz der Gemeinplätze“, „Pflicht-Pantomime“ oder „All-you-can-eat-Buffet der Klischees“ liefern die passenden Bilder zum Irrsinn einer Arbeitswelt, die sich selbst deutlich wichtiger nimmt, als sie tatsächlich ist. Überhaupt ist Zynismus neben dem Konsum von Beruhigungsmitteln und YouTube-Videos das Mittel, das Marisa aufrecht hält. Sie kämpft mit Angstzuständen, sozialer Erschöpfung und dem Gefühl, in einem Leben festzustecken, das sie weder erfüllen noch verlassen kann. Als dann auch noch ein Teambuilding-Wochenende ansteht, droht Marisa komplett zu entgleisen.
Beatriz Serrano kreiert das Bild einer Frau, die sich von der modernen Arbeitswelt entfremdet hat. Dabei geht es nicht nur um einen ungeliebten Job, sondern auch um Leistungsdruck, Selbstoptimierung, die Absurditäten der Bürokultur und die Frage, wie viel Sinn in Tätigkeiten steckt, die vor allem dazu dienen, Konsum weiter anzukurbeln.
Das, was laut einer Frauen-Zeitschrift "Radikal witzig, radikal wahr, radikal einfühlsam" sein sollte, war für mich allerdings leider nichts davon. Also, zumindest nicht radikal. Es hatte seine witzigen Momente und ganz sicher steckt in fast allem, was Marisa beschreibt, eine bittere Wahrheit. Aber am Ende stimmt für mich bloß der Titel: Geht so.