Ein Buch mit viel Potential!
Ich glaube, dieses Buch hat sehr viel Potential, es ist erfrischend außergewöhnlich und beschreibt thematisch etwas, das ich so in der Literatur noch nicht häufig vorgefunden habe. Ich war sofort in der Geschichte. Da ist die Mathematikstudentin Charlie, sie sitzt mit einem blauen Auge im Zug. Ihre Gedanken kreisen um Selbstzweifel. "Was ist ein schlechter Mensch?" googelt sie im Internet. Nur ganz zu Anfang vermutet man, dass sie mißhandelt wurde, doch der Klappentext verrät bereits vorab, hier geht es um Gewaltausbrüche, zu denen Charlie sich hinreißen läßt. Was sind die Hintergründe, wie wird sich diese Geschichte weiter entwickeln. Charlie meldet sich zu einem Anti-Aggressionstraining an, zeitgleich erzählt die Buchautorin, Clara Leinemann, mit Blick auf die Vergangenheit Charlies, wie sie sich bereits früher gefühlt hat...ein Mädchen mit Selbstzweifeln und vielen Fragen. Erfahren wir mehr über die Hintergründe, was verbirgt sich hinter ihren Gewaltausbrüchen? Ein höchst interessantes Thema bis dahin auch gut geschrieben und macht Lust auf mehr. Das Cover verstehe ich zwar in seiner Intention und es ist stimmig zum Buch, allerdings würde ich niemals in der Bücherei nach diesem greifen. Für mich wirkte es auf den ersten Buch wie ein Kinderbuch.