Zwischen Fremdheit und Monstern

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Das Cover von Gelbe Monster ist auffällig und irritierend zugleich – es bleibt im Kopf und deutet bereits an, dass es hier um mehr geht als um eine einfache Geschichte. Der Schreibstil in der Leseprobe ist intensiv, direkt und stellenweise verstörend, dabei aber sehr bewusst eingesetzt. Er erzeugt eine dichte Atmosphäre, die einen nicht loslässt und zum Weiterlesen zwingt.
Die Spannung entsteht vor allem durch das Unausgesprochene, durch innere Konflikte, Ängste und das Gefühl von Bedrohung, das sich langsam ausbreitet. Die Figuren wirken verletzlich, fremd und gleichzeitig sehr menschlich – man spürt ihre Unsicherheit und ihre Kämpfe deutlich. Besonders spannend finde ich, wie das Buch mit Wahrnehmung, Angst und gesellschaftlichen Zuschreibungen spielt.
Ich möchte Gelbe Monster unbedingt weiterlesen, weil es unbequem wirkt, zum Nachdenken anregt und sich traut, dunkle Themen offen anzusprechen. Es verspricht eine intensive Lektüre, die nicht nur unterhält, sondern auch herausfordert und lange nachhallt.