Die vielen Gesichter von Gewalt
In „Gelbe Monster“ von Clara Leinemann begleiten wir Charlie, eine junge Frau in einer deutschen Großstadt, die sich auf der Gegenwartsebene einem Anti-Gewalt-Programm für Täterinnen anschließt. Auslöser ist ihre gescheiterte Beziehung zu ihrem Ex Valentin. Es entsteht schnell Spannung, denn zunächst bekommen wir nur Bruchstücke aus der Vergangenheit zugeworfen, die sich nach und nach zu einem Gesamtbild zusammensetzten. Anfangs wirkt das Kennenlernen von Charlie und Valentin romantisch und leicht, doch schon bald werden erste Risse sichtbar.
Sowohl Charlie als auch Valentin bringen ihr eigenes Päckchen mit und entwickeln in der Beziehung zunehmend toxische Muster. Charlie ist sehr unsicher, vergleicht sich ständig mit anderen Frauen und bezieht ihren Selbstwert aus den (vermeintlichen) Urteilen anderer. Als sie Valentin begegnet, ist sie sofort Feuer und Flamme. Sie passt sich ihm vollkommen an und tut alles, um ihm zu gefallen. Doch auch Valentin ist kein unbeschriebenes Blatt: ein typischer Fxckboy, der mehrgleisig fährt und emotional immer wieder unerreichbar ist.
Clara Leinemann macht deutlich, dass Gewalt verschiedene Gesichter haben kann. Der Roman zeigt, wie schleichend man in destruktive Verhaltensweisen und eine toxische Dynamik und schließlich in eine Gewaltspirale geraten kann, in der Grenzen immer weiter überschritten werden.
Charlies und Valentins Kindheit und familiäre Erfahrungen werden im Roman nur angedeutet. Dennoch wird spürbar, wie stark diese Prägungen ihr späteres Beziehungsverhalten beeinflussen.
„Gelbe Monster“ ist eine unbequemes Buch, das mich unbehaglich und nachdenklich zurücklässt. Gerade darin liegt seine Stärke – keine einfachen Erklärungen, kein Schwarz-Weiß, sondern ein vielschichtiger Blick auf Gewalt und toxische Dynamiken.
Sowohl Charlie als auch Valentin bringen ihr eigenes Päckchen mit und entwickeln in der Beziehung zunehmend toxische Muster. Charlie ist sehr unsicher, vergleicht sich ständig mit anderen Frauen und bezieht ihren Selbstwert aus den (vermeintlichen) Urteilen anderer. Als sie Valentin begegnet, ist sie sofort Feuer und Flamme. Sie passt sich ihm vollkommen an und tut alles, um ihm zu gefallen. Doch auch Valentin ist kein unbeschriebenes Blatt: ein typischer Fxckboy, der mehrgleisig fährt und emotional immer wieder unerreichbar ist.
Clara Leinemann macht deutlich, dass Gewalt verschiedene Gesichter haben kann. Der Roman zeigt, wie schleichend man in destruktive Verhaltensweisen und eine toxische Dynamik und schließlich in eine Gewaltspirale geraten kann, in der Grenzen immer weiter überschritten werden.
Charlies und Valentins Kindheit und familiäre Erfahrungen werden im Roman nur angedeutet. Dennoch wird spürbar, wie stark diese Prägungen ihr späteres Beziehungsverhalten beeinflussen.
„Gelbe Monster“ ist eine unbequemes Buch, das mich unbehaglich und nachdenklich zurücklässt. Gerade darin liegt seine Stärke – keine einfachen Erklärungen, kein Schwarz-Weiß, sondern ein vielschichtiger Blick auf Gewalt und toxische Dynamiken.