Ein sehr starker Roman, der berührt und nachhhalt

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Clara Leinemanns Roman "Gelbe Monster" hat mich sehr berührt und nachdenklich zurückgelassen. Sie schreibt in ihrem Debüt so anschaulich und berührend über die toxische Beziehung von Charlie und Valentin, ihre Anziehung und ihr "nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander sein können". Diese Verstrickung, die dazu führt, dass Charlie so gefangen ist in ihrer Gedankenspirale, die sich nur um Valentin dreht und in Gewalt und Eskalation endet. Das Thema toxische Beziehung und ihre Folgen ist so wichtig und Clara Leinemann schafft es durch ihre Sprache eine Atmosphäre zu erschaffen, dass man atemlos, schockiert und berührt miterlebt, wie sehr Charlie sich in dieser Beziehung verliert. Was spielerisch und leicht beginnt, wird im Laufe des Romans zu einer Falle für Charlie, aus der sie fast nicht mehr herauskommt; alles andere in ihrem Leben wird unwichtig und ihre Gedanken drehen sich nur noch um Valentin. Auch die Gespräche der Frauen im Aggressionstraining sind von Clara Leinemann sehr anschaulich dargestellt. Ein toller Debütroman.