Eine Bolzenschneider-Beziehung
"Gelbe Monster" ist eine Geschichte über Gewalt in einer vermeintlich funktionierenden Paarbeziehung. Aber anders als wir es kennen und erwarten - nämlich dass Charlie in ihrer Beziehung mit Valentin von ihm Gewalt erfährt - ist es anderherum. Alles passiert unter dem Deckmantel von scheinbarer Liebe. Immer wieder gerät Charlie in eine Spirale von Wut. In dieser ist sie außer sich und wird gewalttätig; sich und vor allem Valentin gegenüber.
Leinemann schreibt eine Geschichte über weibliche Gewalt. Darüber zu lesen ist irritierend und macht immer wieder die Frage danach auf, was der Ursprung der Gewalt ist. Charlie sieht die Schuld bei Valentin. Denn Charlies Aggression ist doch nur die Reaktion auf Valentins Verhalten, oder?
Charlie ist keine einfach Figur. Beim Lesen erscheint sie selten sympathisch. Aber wir beginnen zu erahnen, wie tief Charlies Unsicherheit und Schmerz sitzen, als sie beginnt, an Gruppensitzungen für gewalttätige Frauen teilzunehmen. Der Roman zeichnet Charlies Geschichte auf ungeschönte Weise und macht eine Beziehungsdynamik sichtbar, die sicher selten literarisch verhandelt wird.
Leinemann schreibt eine Geschichte über weibliche Gewalt. Darüber zu lesen ist irritierend und macht immer wieder die Frage danach auf, was der Ursprung der Gewalt ist. Charlie sieht die Schuld bei Valentin. Denn Charlies Aggression ist doch nur die Reaktion auf Valentins Verhalten, oder?
Charlie ist keine einfach Figur. Beim Lesen erscheint sie selten sympathisch. Aber wir beginnen zu erahnen, wie tief Charlies Unsicherheit und Schmerz sitzen, als sie beginnt, an Gruppensitzungen für gewalttätige Frauen teilzunehmen. Der Roman zeichnet Charlies Geschichte auf ungeschönte Weise und macht eine Beziehungsdynamik sichtbar, die sicher selten literarisch verhandelt wird.