Perspektivwechsel

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Das Cover von "Gelbe Monster" ist definitiv auffällig gestaltet und wirkt nicht gerade freundlich, sodass irgendwie klar ist, dass man keinen Wohlfühlroman erwarten darf.

Zu Beginn des Buches sitzt Protagonistin Charlie mit einem blauen Auge in der U-Bahn und ist auf dem Weg zu einem Anti-Aggressionstraining. Eigentlich könnte alles gut sein in ihrem Leben, sie macht gerade ihren Master in Mathematik, als sie auf Valentin trifft und sich in ihn verliebt. Doch nun ist alles anders und man erfährt nach und nach, wie es so weit gekommen ist. Das ist sehr aufschlussreich und ermöglicht es, einmal die gewohnte Perspektive zu wechseln, aus der man fast automatisch davon ausgeht, dass wenn dann Männer gewalttätig werden. Diese Thematik, der sich der Roman am Beispiel von Charlie und anderen aus ihrer Therapiegruppe widmet, halte ich für sehr wichtig.

Beim Hörbuch hat mir die Sprecherin sehr gut gefallen, sie passt dazu, wie man sich die Protagonistin vorstellt und man kann sich so noch besser in Charlie hineinversetzen. Etwas schwierig gestalteten das Zuhören aber teilweise die Zeitsprünge, weil diese nicht immer offensichtlich waren, sodass sie zunächst für etwas Verwirrung sorgten.