Toxische Beziehung mal anders
Eine Antiheldin, die so liebenswert ist, dass man sich am Ende des Buches nicht von ihr trennen mag? Diese Ankündigung des Verlags konnte ich nicht wirklich nachfühlen. Mir waren eher mal wieder alle unsympathisch beziehungsweise konnte ich das Verhalten einiger Personen nicht so wirklich nachvollziehen und mir sind sie einfach nicht richtig nahegekommen. Es war kein Charakter dabei, der nicht irgendwie seltsam war und dem ich mich irgendwie verbunden gefühlt hätte.
Das macht aber das Buch nicht schlecht, sondern bewirkt eher, dass man keine klare Position einnimmt, sich mit keiner Seite fest solidarisiert. Und genau das ist das Interessante, da es immerhin um das Thema Gewalt in Beziehungen geht. Die Besonderheit: Diesmal ist es der weibliche Part, der gewalttätig wird. Nicht wirklich „schlimm“, und mehr gegen sich selbst als gegen den Partner, aber wie würden wir es empfinden, wenn die Rollen vertauscht wären?
„Gelbe Monster“ regt definitiv zum Nachdenken an, das Buch wirkt nach, auch wenn man es erstmal so weggelesen hat. Wie viel Gewalt ist nachvollziehbar und hat Valentin nicht doch auch ein bisschen Schuld? Es ist ja offensichtlich, dass Charlie psychische Probleme hat, kann man ihr daraus wirklich einen Vorwurf machen? Die Verlustängste, die Eifersucht, macht das die Eskalation nicht irgendwie verständlich? Und nun stelle man sich vor, Valentin wäre der eifersüchtige Part gewesen und hätte Charlie nur mal eine kleine Ohrfeige gegeben.
Gleichzeitig zeigt „Gelbe Monster“ auch, dass Gewalt in der Partnerschaft nicht nur in prekären Verhältnissen stattfinden muss. Das kommt zum ungewöhnlichen Setting nämlich hinzu: Charlie ist jung, intelligent, eine Akademikerin mit toller beruflicher Perspektive. Insgesamt bietet die Autorin hier sehr viel Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. Das Ende lädt dazu ein, die Geschichte weiterzuspinnen.
Das macht aber das Buch nicht schlecht, sondern bewirkt eher, dass man keine klare Position einnimmt, sich mit keiner Seite fest solidarisiert. Und genau das ist das Interessante, da es immerhin um das Thema Gewalt in Beziehungen geht. Die Besonderheit: Diesmal ist es der weibliche Part, der gewalttätig wird. Nicht wirklich „schlimm“, und mehr gegen sich selbst als gegen den Partner, aber wie würden wir es empfinden, wenn die Rollen vertauscht wären?
„Gelbe Monster“ regt definitiv zum Nachdenken an, das Buch wirkt nach, auch wenn man es erstmal so weggelesen hat. Wie viel Gewalt ist nachvollziehbar und hat Valentin nicht doch auch ein bisschen Schuld? Es ist ja offensichtlich, dass Charlie psychische Probleme hat, kann man ihr daraus wirklich einen Vorwurf machen? Die Verlustängste, die Eifersucht, macht das die Eskalation nicht irgendwie verständlich? Und nun stelle man sich vor, Valentin wäre der eifersüchtige Part gewesen und hätte Charlie nur mal eine kleine Ohrfeige gegeben.
Gleichzeitig zeigt „Gelbe Monster“ auch, dass Gewalt in der Partnerschaft nicht nur in prekären Verhältnissen stattfinden muss. Das kommt zum ungewöhnlichen Setting nämlich hinzu: Charlie ist jung, intelligent, eine Akademikerin mit toller beruflicher Perspektive. Insgesamt bietet die Autorin hier sehr viel Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. Das Ende lädt dazu ein, die Geschichte weiterzuspinnen.