Toxische Beziehungen und weibliche Gewalt
3.5 | Mit „Gelbe Monster“ legt lit.COLOGNE-Gewinnerin Clara Leinemann ihren Debütroman vor.
Nach einem Wutausbruch kann die Anfang 20-jährige Mathematikstudentin Charlie nicht mehr zurück in ihre Wohnung. Unter der Bedingung, dass sie an einem Antiaggressionstraining für Frauen teilnimmt, darf sie vorübergehend bei ihrer besten Freundin Ella einziehen. Grund für Charlie’s Aggressionsproblem ist ihr Exfreund Valentin. Was zunächst nach einer glücklichen und gesunden Beziehung aussah, entwickelte sich schnell zu etwas toxischem.
Mit Hauptfigur Charlie hat Clara Leinemann eine Antiheldin geschaffen, die mal mehr, mal weniger sympathisch, jedoch durch ihre Verletzlichkeit - und teilweise widersprüchlichen Verhaltensweisen - umso authentischer und echter wirkt.
Sie symbolisiert Täterin und Opfer zugleich, ohne, dass das eine gegen das andere ausgespielt wird.
Die Nebenfiguren sind mir auf den knapp 2o0 Seiten dann allerdings doch zu kurz gekommen; Valentin, Ella oder beispielsweise die anderen Frauen aus der Antiaggressionsgruppe sind verhältnismäßig blass geblieben und hätten mehr Potential gehabt.
Leinemann schreibt in einer klaren, schnörkellosen Sprache und mit einer gewissen Leichtigkeit, die den Konsum von schweren Themen wie emotionale Abhängigkeit, tradierte Liebesideale und häusliche Gewalt erträglich machen.
„Gelbe Monster“ ist ein kurzweiliges und kluges Buch über die Frage der eigenen Verantwortung innerhalb einer toxischen Beziehung, das bewusst keine schwarz-weiß-Malerei betreibt. Für mich zwar kein Highlight aber ein wichtiges Thema, welches hier mal aus einer anderen Perspektive beleuchtet wurde.
Nach einem Wutausbruch kann die Anfang 20-jährige Mathematikstudentin Charlie nicht mehr zurück in ihre Wohnung. Unter der Bedingung, dass sie an einem Antiaggressionstraining für Frauen teilnimmt, darf sie vorübergehend bei ihrer besten Freundin Ella einziehen. Grund für Charlie’s Aggressionsproblem ist ihr Exfreund Valentin. Was zunächst nach einer glücklichen und gesunden Beziehung aussah, entwickelte sich schnell zu etwas toxischem.
Mit Hauptfigur Charlie hat Clara Leinemann eine Antiheldin geschaffen, die mal mehr, mal weniger sympathisch, jedoch durch ihre Verletzlichkeit - und teilweise widersprüchlichen Verhaltensweisen - umso authentischer und echter wirkt.
Sie symbolisiert Täterin und Opfer zugleich, ohne, dass das eine gegen das andere ausgespielt wird.
Die Nebenfiguren sind mir auf den knapp 2o0 Seiten dann allerdings doch zu kurz gekommen; Valentin, Ella oder beispielsweise die anderen Frauen aus der Antiaggressionsgruppe sind verhältnismäßig blass geblieben und hätten mehr Potential gehabt.
Leinemann schreibt in einer klaren, schnörkellosen Sprache und mit einer gewissen Leichtigkeit, die den Konsum von schweren Themen wie emotionale Abhängigkeit, tradierte Liebesideale und häusliche Gewalt erträglich machen.
„Gelbe Monster“ ist ein kurzweiliges und kluges Buch über die Frage der eigenen Verantwortung innerhalb einer toxischen Beziehung, das bewusst keine schwarz-weiß-Malerei betreibt. Für mich zwar kein Highlight aber ein wichtiges Thema, welches hier mal aus einer anderen Perspektive beleuchtet wurde.