Unglaublich stark!
(CN: Gewalt in Beziehungen, Selbstverletzendes Verhalten)
Gefangen zwischen Schuld und Aufarbeitung: In Clara Leinemanns Debüt „Gelbe Monster“ begleiten wir Charlie auf dem Weg zu ihrem Antiaggressionstraining, nachdem ihre Beziehung mit Valentin endete. Nicht sofort ist klar, was passiert ist - doch das erfahren wir Stück für Stück durch Charlies Schilderungen und Rückblicke.
Die Mathematikstudentin Charlie lernt Valentin durch einen Zufall kennen und so wie der Zufall es wollte, entsteht eine Bindung zwischen ihnen. Allerdings verläuft diese Bindung nicht so gesund, wie erhofft. Charlie wird von ständiger Wut begleitet - eine Wut, die irgendwann rausmuss.
Sprachlich und inhaltlich hat mich der Roman vollkommen überzeugt. Der Stil ist durch Charlies Perspektive einerseits ironisch, andererseits auch total ernst. Man lernt die Protagonistin und ihre Gefühlswelt wirklich intensiv kennen - sie ist unsicher, vergleicht sich, hat negative Gedanken, ist obsessiv und wütend. Besonders interessant sind dabei ihre ambivalenten Betrachtungsweisen auf ihr Umfeld und ihre Beziehung.
„Mit ihrem Gesicht, ihrer komischen Art, ihrer ekligen Haut, ihren stoppeligen Beinen. Sie war zu bedürftig, zu anhänglich, sie war komisch, und das merkten die Leute, das merkte auch Valentin. Sie weinte immer heftiger, kratzte in ihrem Gesicht herum, sie kratzte Hautschuppen ab, sie kratzte über ihren Hals und ihre Schultern, ihre Arme, ihre Beine, alles sollte glatt werden, glatt und makellos.“ (S. 50)
Weibliche Wut wird selten in Büchern thematisiert - doch hier passiert es auf eine richtige spannende Art und Weise! Ein Must-Read für Fans von „Liebewesen“, „Die schönste Version“ und „Wenn wir lächeln“!
Gefangen zwischen Schuld und Aufarbeitung: In Clara Leinemanns Debüt „Gelbe Monster“ begleiten wir Charlie auf dem Weg zu ihrem Antiaggressionstraining, nachdem ihre Beziehung mit Valentin endete. Nicht sofort ist klar, was passiert ist - doch das erfahren wir Stück für Stück durch Charlies Schilderungen und Rückblicke.
Die Mathematikstudentin Charlie lernt Valentin durch einen Zufall kennen und so wie der Zufall es wollte, entsteht eine Bindung zwischen ihnen. Allerdings verläuft diese Bindung nicht so gesund, wie erhofft. Charlie wird von ständiger Wut begleitet - eine Wut, die irgendwann rausmuss.
Sprachlich und inhaltlich hat mich der Roman vollkommen überzeugt. Der Stil ist durch Charlies Perspektive einerseits ironisch, andererseits auch total ernst. Man lernt die Protagonistin und ihre Gefühlswelt wirklich intensiv kennen - sie ist unsicher, vergleicht sich, hat negative Gedanken, ist obsessiv und wütend. Besonders interessant sind dabei ihre ambivalenten Betrachtungsweisen auf ihr Umfeld und ihre Beziehung.
„Mit ihrem Gesicht, ihrer komischen Art, ihrer ekligen Haut, ihren stoppeligen Beinen. Sie war zu bedürftig, zu anhänglich, sie war komisch, und das merkten die Leute, das merkte auch Valentin. Sie weinte immer heftiger, kratzte in ihrem Gesicht herum, sie kratzte Hautschuppen ab, sie kratzte über ihren Hals und ihre Schultern, ihre Arme, ihre Beine, alles sollte glatt werden, glatt und makellos.“ (S. 50)
Weibliche Wut wird selten in Büchern thematisiert - doch hier passiert es auf eine richtige spannende Art und Weise! Ein Must-Read für Fans von „Liebewesen“, „Die schönste Version“ und „Wenn wir lächeln“!