Weibliche Wut

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lianne Avatar

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Dieses Buch ist nicht wie die anderen. Nicht nur, dass ein seltenes Thema (weibliche Aggressivität und Gewalt) angesprochen wird, auch die Erzählweise mit vielen Rückblenden, durch die man die Beziehung der Protagonistin Charlie zu Valentin genauer kennenlernen darf. Vom kennenlernen über die stetig steigende Eifersucht, die Manipulation bis hin zur Gewalt - die dazu führte, dass die Szenen im Jetzt sich überwiegend um di antiagressionstrainingsgruppe dreht.

Was mich schockiert hatte; war die Tatsache, dass die Prota sehr oft gar nicht ihr eigenes Verhalten richtig reflektieren kann. Auch im Training schien sie so oft eine andere Wahrnehmung zu haben. Was eindrucksvoll zeigt, dass selbstwahrnehmung und äußere Wahrnehmung so unterschiedlich sein kann. Deswegen finde ich auch, dass es extrem gut umgesetzt ist. Absolute Leseempfehlung eines Buches, von dem man bestimmt noch das einbildet andere mal etwas hören wird. Ich bin schon auf weitere Bücher der Autorin gespannt.