Wenn Liebe kippt

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julemaus94 Avatar

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Gewalt in der Beziehung, diese Phrase löst im Kopf gewisse Bilder aus. Von Männern, die agressiv werden und Frauen, die sich nicht wehren können und doch immer wieder zurück kommen. Clara Leinemann erzählt diese Geschichte neu.

Denn diesmal ist es Clara, die in ihrer Beziehung zu Valentin die Grenzen überschreitet. Von Anfang an ist es für sie die große Liebe und sie tut alles dafür, dass jeder das auch so sieht- vor allem Valentin. Doch während er immer wieder versucht aus der Beziehung auszubrechen, klammert sie sich nur umso enger an diesen Halt, der zum Zentrum ihres Lebens geworden ist. Und gleichzeitig wächst du Wut in ihr.

Weil wir als Lesende von außen auf diese Beziehung blicken, ist von Anfang an klar, dass Clara mehr von Valentin will als dieser zu geben bereit ist. Immer mehr stürzt sie sich in diese Spirale aus Verlangen nach Nähe und den wiederkehrenden Vertrauensbrüchen und Enttäuschungen, die dazu führen, dass sich in ihr eine rasende Wut aufbaut, die sich zunächst gegen sich selbst und später immer mehr auch gegen Valentin richtet.

Diese Toxizität des Miteinanders, die Clara ihrer gesamten Umwelt gegenüber aufbaut, und gleichzeitig das Verständnis für ihr Verhalten, nachdem man nach und nach auch mehr über ihre Vergangenheit erfährt, entwickeln eine spannende Ambivalenz, die mich sehr berührt hat.

Eiegntlich mag man in dieser Geschichte niemanden so wirklich, am wenigsten Clara selbst, und doch möchte man sie am liebsten in den Arm nehmen und vor sich selbst beschützen.

Dieses Buch hat ganz vortrefflich mit meinen Emotionen gespielt!