Zwischen Wut, Selbstzweifeln und der Suche nach Eigenständigkeit
„Gelbe Monster“ ist ein Roman, der ein wichtiges, oft tabuisiertes Thema in den Mittelpunkt stellt: weibliche Wut, emotionale Abhängigkeit und die Frage nach eigener Verantwortung in toxischen Beziehungen.
Das Cover hat mich zunächst eher abgeschreckt, da ich es spontan mit einem Horrorroman assoziiert habe. Erst im Kontext der Geschichte erschließt sich die metaphorische Bedeutung der „Monster“, die für innere Konflikte und unterdrückte Gefühle stehen – dann passt die Gestaltung deutlich besser.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, besonders die kurzen Kapitel mochte ich sehr. Sie sorgen für Tempo und machen das Buch zugänglich. Inhaltlich besteht die Geschichte jedoch zu großen Teilen aus Rückblicken, die für meinen Geschmack zu wenig in die Tiefe gehen. Gerade hier hätte ich mir mehr Hintergrund, vor allem zu Charlie selbst, gewünscht.
Die Handlung wird ausschließlich aus Charlies Perspektive erzählt, was ihre Wut und innere Zerrissenheit authentisch vermittelt. Gleichzeitig bleiben andere Figuren, insbesondere Valentin, sehr blass. Dadurch fällt es schwer, bestimmte Dynamiken wirklich einzuordnen, was das Mitgehen stellenweise anstrengend macht.
Positiv hervorzuheben ist, dass der Roman stark zum Nachdenken anregt – über eigene Werte, Schuldzuschreibungen und emotionale Abhängigkeiten. Die Idee, weibliche Aggression und Eskalation offen darzustellen, ist wichtig und mutig umgesetzt. Mir fehlte jedoch insgesamt etwas Tiefe; das Buch hätte für mich gern länger sein dürfen.
Ich sehe „Gelbe Monster“ besonders bei jüngeren Leser*innen in einer Phase des Erwachsenwerdens und der Selbstfindung gut aufgehoben.
Ein relevantes Thema mit guter Idee, aber Luft nach oben in der Ausarbeitung.
Das Cover hat mich zunächst eher abgeschreckt, da ich es spontan mit einem Horrorroman assoziiert habe. Erst im Kontext der Geschichte erschließt sich die metaphorische Bedeutung der „Monster“, die für innere Konflikte und unterdrückte Gefühle stehen – dann passt die Gestaltung deutlich besser.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, besonders die kurzen Kapitel mochte ich sehr. Sie sorgen für Tempo und machen das Buch zugänglich. Inhaltlich besteht die Geschichte jedoch zu großen Teilen aus Rückblicken, die für meinen Geschmack zu wenig in die Tiefe gehen. Gerade hier hätte ich mir mehr Hintergrund, vor allem zu Charlie selbst, gewünscht.
Die Handlung wird ausschließlich aus Charlies Perspektive erzählt, was ihre Wut und innere Zerrissenheit authentisch vermittelt. Gleichzeitig bleiben andere Figuren, insbesondere Valentin, sehr blass. Dadurch fällt es schwer, bestimmte Dynamiken wirklich einzuordnen, was das Mitgehen stellenweise anstrengend macht.
Positiv hervorzuheben ist, dass der Roman stark zum Nachdenken anregt – über eigene Werte, Schuldzuschreibungen und emotionale Abhängigkeiten. Die Idee, weibliche Aggression und Eskalation offen darzustellen, ist wichtig und mutig umgesetzt. Mir fehlte jedoch insgesamt etwas Tiefe; das Buch hätte für mich gern länger sein dürfen.
Ich sehe „Gelbe Monster“ besonders bei jüngeren Leser*innen in einer Phase des Erwachsenwerdens und der Selbstfindung gut aufgehoben.
Ein relevantes Thema mit guter Idee, aber Luft nach oben in der Ausarbeitung.