Liebe bleibt

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npower Avatar

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Das Cover von Genug für ein halbes Leben gefällt mir sehr, weil es auf den ersten Blick weich und beinahe verschwommen wirkt – wie eine Erinnerung, die man festhalten möchte, obwohl sie einem bereits entgleitet. Die beiden schemenhaften Figuren und die kühlen Blautöne passen wunderbar zu einer Geschichte, in der Liebe, Verlust und Vergessen offenbar eng miteinander verwoben sind.
Die Leseprobe hat mich sofort emotional erreicht. Schon der Einstieg mit Landons Brief, der viel zu spät ankommt, hat eine leise Tragik, die hängen bleibt. Man spürt, dass zwischen ihm und Rose eine große Geschichte liegt, ohne dass sofort alles ausgesprochen werden muss. Gerade diese Zurückhaltung macht neugierig.
Besonders stark finde ich Roses Perspektive: ihre Sehnsucht nach einem Neubeginn, ihre schwierige Familiengeschichte und der vorsichtige Versuch, am College endlich wieder Ja zum Leben zu sagen. Auch Poppy bringt eine wunderbare Energie in die Geschichte – direkt, scharfzüngig und doch auf ihre Art warm. Und dann ist da Landon, unbeholfen, klug, verletzlich, mit diesem einen ersten Moment, der sofort nach Schicksal klingt.
Ich würde das Buch sehr gerne weiterlesen, weil die Leseprobe eine bittersüße, kluge und gefühlvolle Geschichte verspricht: über Erinnerungen, zweite Chancen, Freundschaft, Liebe und die Frage, ob man wirklich neu anfangen kann, ohne zu verlieren, wer man einmal war.