Spannendes Szenario um den Wunsch nach Neuanfang und Vergessen, das eintönig und wenig fesselnd umgesetzt wurde
Rose und Landon haben sich als Studenten in New York kennen und lieben gelernt. Sie heiraten und träumen von einer gemeinsamen Familie, auch wenn Rose aufgrund ihrer Erfahrungen mit einem an Alzheimer erkrankten Vater und einer depressiven, abweisenden Mutter Bedenken hatte. Doch ihr Glück hält nicht ewig an, was Rose eine radikale Entscheidung treffen lässt. Sie nimmt ein neues Medikament, das alle Erinnerungen löscht. Während sie damit auch Landon aus ihrem Leben streicht und einen Neuanfang in Edinburgh wagt, kann Landon seine große Liebe nicht loslassen. Er folgt ihr nach Schottland, in der Hoffnung, sie erneut für sich zu gewinnen. Tatsächlich freundet sich Rose mit "Jamie" an, ohne zu wissen, dass sie in ihrem früheren Leben mit ihm verheiratet war.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen, in der Vergangenheit aus Roses Perspektive und in der Gegenwart aus Landons Sicht, erzählt.
Die Vergangenheit zeigt die Entwicklung ihrer Beziehung über ein gutes Jahrzehnt, Gegenwart handelt über einen Zeitraum von mehreren Wochen.
Die Geschichte mutet auf beiden Erzählebenen melancholisch an, wobei die Vergangenheit auf ein tragisches Ereignis hinsteuert, das man durch die fortschreitende Verbindung beider Handlungsstränge erahnen kann und den Grund für Roses Entscheidung offenbart, ihr bisheriges Leben vergessen zu wollen. Der emotionale Ballast, die Verzweiflung und der Wunsch, unbelastet neu anzufangen, sind nachvollziehbar. Genauso gut kann man sich in Landons Lage hineinversetzen, der seine Rose nicht aufgeben möchte.
Beide verhalten sich egoistisch und haben doch nur den Wunsch, glücklich zu sein.
Der Plot baut mit der "Vergessenspille" auf einer originellen Idee auf und auch wenn diese nur der Fantasie der Autorin entspringt, handelt es sich nicht um einen Fantasyroman, denn die Gefühle der Hauptfiguren fühlen sich authentisch an. Traurigkeit, Schmerz, Verzweiflung und Sehnsucht sind vordergründig, was den Roman nicht zu einer einfachen, aber emotionalen Lektüre macht.
Trotz eines spannenden - utopischen - Szenarios bleibt der Roman hinter seinen Erwartungen zurück. Die Geschichte ist auf beiden Erzählebenen monoton. In der Vergangenheit wird auf ein tragisches Ereignis hingesteuert, das jedoch aufgrund der Gegebenheiten in der Gegenwart früh erahnt werden kann, was ihr die Spannung nimmt.
Die emotionalen Auswirkungen des Ereignisses werden hingegen kaum beleuchtet, obwohl gerade sie zu der lebensverändernden Entscheidung für die Pille führen.
Die Gegenwart hat insbesondere in Bezug auf die Pille inhaltliche Schwächen und lässt Fragen zur Herkunft, Verbreitung, Wirkweise, Nebenwirkungen und Ausgestaltung eines alltagstauglichen Neustarts offen.
Die beiden Hauptfiguren haben wenig Substanz. Rose ist allein von ihrer Trauer bestimmt, wahrend Landons Handeln nur von der Liebe zu Rose getrieben ist. Trotz des Mitgefühls, das man für sie entwickelt, bleiben sie auf Distanz.
Das Ende der Geschichte ist hingegen konsequent und zeigt, wie tief Trauer gehen kann, wie schwierig Trauerbewältigung ist und mit welchen einsamen Entscheidungen sie einhergehen kann. Die Flucht in ein neues Leben und der Wunsch nach einem unbeschwerten Neuanfang unter der Euphorie eines Medikaments hinterlassen allerdings einen bitteren Beigeschmack.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen, in der Vergangenheit aus Roses Perspektive und in der Gegenwart aus Landons Sicht, erzählt.
Die Vergangenheit zeigt die Entwicklung ihrer Beziehung über ein gutes Jahrzehnt, Gegenwart handelt über einen Zeitraum von mehreren Wochen.
Die Geschichte mutet auf beiden Erzählebenen melancholisch an, wobei die Vergangenheit auf ein tragisches Ereignis hinsteuert, das man durch die fortschreitende Verbindung beider Handlungsstränge erahnen kann und den Grund für Roses Entscheidung offenbart, ihr bisheriges Leben vergessen zu wollen. Der emotionale Ballast, die Verzweiflung und der Wunsch, unbelastet neu anzufangen, sind nachvollziehbar. Genauso gut kann man sich in Landons Lage hineinversetzen, der seine Rose nicht aufgeben möchte.
Beide verhalten sich egoistisch und haben doch nur den Wunsch, glücklich zu sein.
Der Plot baut mit der "Vergessenspille" auf einer originellen Idee auf und auch wenn diese nur der Fantasie der Autorin entspringt, handelt es sich nicht um einen Fantasyroman, denn die Gefühle der Hauptfiguren fühlen sich authentisch an. Traurigkeit, Schmerz, Verzweiflung und Sehnsucht sind vordergründig, was den Roman nicht zu einer einfachen, aber emotionalen Lektüre macht.
Trotz eines spannenden - utopischen - Szenarios bleibt der Roman hinter seinen Erwartungen zurück. Die Geschichte ist auf beiden Erzählebenen monoton. In der Vergangenheit wird auf ein tragisches Ereignis hingesteuert, das jedoch aufgrund der Gegebenheiten in der Gegenwart früh erahnt werden kann, was ihr die Spannung nimmt.
Die emotionalen Auswirkungen des Ereignisses werden hingegen kaum beleuchtet, obwohl gerade sie zu der lebensverändernden Entscheidung für die Pille führen.
Die Gegenwart hat insbesondere in Bezug auf die Pille inhaltliche Schwächen und lässt Fragen zur Herkunft, Verbreitung, Wirkweise, Nebenwirkungen und Ausgestaltung eines alltagstauglichen Neustarts offen.
Die beiden Hauptfiguren haben wenig Substanz. Rose ist allein von ihrer Trauer bestimmt, wahrend Landons Handeln nur von der Liebe zu Rose getrieben ist. Trotz des Mitgefühls, das man für sie entwickelt, bleiben sie auf Distanz.
Das Ende der Geschichte ist hingegen konsequent und zeigt, wie tief Trauer gehen kann, wie schwierig Trauerbewältigung ist und mit welchen einsamen Entscheidungen sie einhergehen kann. Die Flucht in ein neues Leben und der Wunsch nach einem unbeschwerten Neuanfang unter der Euphorie eines Medikaments hinterlassen allerdings einen bitteren Beigeschmack.