Eher platt: Wird es noch spannend?

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herbstwindtraum Avatar

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Das Buch beginnt mit einer Beerdigung. Die Schilderung der Beerdigung wirkt sehr platt, wie man eben eine Beerdigung als Autor*in "möglichst authentisch" schildert. Wo ich dann aber hängen blieb, war, als eine "einsame Gestalt" eingeführt wird, die eine Vorladung zur Vernehmung in der Hand hält. Es scheint sich um eines der drei Geschwister zu handeln, das von den anderen beiden angezeigt wurde. Hier entsteht das erste Mal Spannung.
Dass das erste Kapitel dann den Namen eines der Geschwisterkinder enthält, lässt vermuten, dass wir als Lesende nun aus Perspektive jedes der Geschwisterkinder einen Abschnitt der Geschichte erzählt bekommen. Es startet mit Andrea, sieben Jahre vor der Beerdigung. Direkt zu Beginn ein Foreshadowing: "wo doch sonst nichts ist wie immer." Dann werden Kindheitserinnerungen erzählt, die aber recht platt wirken, wie aus einem schlechten Roman. Sätze wie "Andrea nimmt die
Dinge lieber in die Hand, das liegt ihr in der DNA" wirken auf mich sehr 'gekünstelt' und machen bei mir Spannung kaputt.
Insgesamt weiß ich also nicht, wie lange das Buch mich fesseln könnte.