Fein beobachtet
Moa Herngrens Roman Geschwister beginnt mit einem scheinbar neutralen Tableau: Eine Beerdigung, eine Familie - noch wirkt alles überschaubar, fast sachlich geordnet. Doch schon bald verschiebt sich die Perspektive. Der erste Teil wird aus der Sicht der mittleren Schwester erzählt, und genau darin zeigt sich die kluge Konstruktion des Romans: Was zunächst wie ein Familienbild erscheint, wird nach und nach zu einem vielschichtigen Geflecht aus Erinnerungen, Verletzungen und unausgesprochenen Erwartungen.
Herngren gelingt es, Atmosphäre mit wenigen, präzisen Bildern zu schaffen. Formulierungen wie „drückende Lederschuhe“ oder eine „verstimmte Gitarre“ tragen eine Stimmung von Enge, Unbehagen und leiser Verstimmung in sich.
Ein ideales Geschenk für eine Freundin in der Lebensmittel, die kluge Beziehungsromane mag und Freude an psychologisch genau erzählten Geschichten hat.
Herngren gelingt es, Atmosphäre mit wenigen, präzisen Bildern zu schaffen. Formulierungen wie „drückende Lederschuhe“ oder eine „verstimmte Gitarre“ tragen eine Stimmung von Enge, Unbehagen und leiser Verstimmung in sich.
Ein ideales Geschenk für eine Freundin in der Lebensmittel, die kluge Beziehungsromane mag und Freude an psychologisch genau erzählten Geschichten hat.