Solide Basis, aber ist mir das frisch und neu genug?

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Drei Geschwister, eine Beerdigung, ein Polizeischreiben das im Regen zerfällt. Diebstahl. Körperverletzung. Angezeigt von den eigenen Geschwistern. Okay, bin dabei.
Und dann Kapitel 1 und ich merke: wir sind in einem anderen Buch. Andrea backt nachts eine Prinzessinnentorte weil Papa gestorben ist und ihre Geschwister es mal wieder nicht hinbekommen irgendwas zu organisieren. Das ist menschlich und nah und irgendwie ... echt. Aber Andrea ist von Seite eins die überfunktionale Familienkleber-Frau die alles macht und innerlich brodelt weil das niemand bemerkt. IVF-Versuche, kranke Tochter, stressiger Job, Vater tot. Das ist sehr viel Gewicht auf einmal, und ich bin noch nicht sicher ob das Tiefgang ist oder ob Andrea einfach schon mal ausreichend belastet wirken soll damit wir Mitleid haben können.
Was mich aber doch erwischt hat: der letzte Satz des ersten Kapitels. "Es sieht aus, als würden sie einen Berg bewachen. Einen Berg aus Sahne, Marzipan und Papa." Kein Tamtam. Einfach im Leben.
Ob ich weiterlesen würde? Wahrscheinlich ja, aber ohne Feuer.