Spannend – vor allem zwischen den Zeilen
Drei Geschwister und scheinbar viel Ungesagtes und Unverarbeitetes. Während Andrea mit stoischer Haltung eine Torte für die Mutter backt, steht in ihren Gedanken so viel von den familiären Beziehungen, dass es spürbar ist, wie angespannt die einzelnen Backschritte ausgeführt werden. Details, wie die beiden Mopsfiguren, die sie nach den Hunden der Mutter aus Marzipan formt, die eigentlich liebevoll sein könnten, haben etwas trotziges, verbissenes. Was steckt dahinter, fragt man sich? Ist es das bevorstehende Treffen mit den Geschwistern? Und dann der beiläufig erwähnte Unfall, der in ihrer Kindheit geschehen ist, der viel verändert hat. Was ist damals passiert? Schließlich Andreas Tochter Liv, die an einer rätselhaften Erkrankung leidet, die sich verdächtig nach Long-Covid anhört. Insgesamt also eine große Portion Spannung, die bereits auf den ersten Seiten aufgebaut wird und das Versprechen auf einen interessante Geschichte.