Wenn Erinnerungen Geschwister trennen
Schon die ersten Seiten von Moa Herngrens „Geschwister“ haben bei mir ein ziemlich beklemmendes Gefühl hinterlassen. Besonders spannend fand ich, wie unterschiedlich die drei Geschwister dieselbe Vergangenheit wahrnehmen und wie schnell man merkt, dass unter der Oberfläche vieles nie wirklich ausgesprochen wurde. Die Stimmung wirkt dabei ständig leicht angespannt, selbst in eigentlich alltäglichen Situationen.
Der Einstieg rund um die Beerdigung hat mich sofort neugierig gemacht, weil man direkt spürt, dass zwischen den Geschwistern etwas Grundlegendes zerbrochen ist. Gleichzeitig erzählt Moa Herngren sehr ruhig und ohne großes Drama, was die Konflikte fast noch glaubwürdiger macht. Gerade diese kleinen Beobachtungen wie Blicke, Erinnerungen oder kurze Bemerkungen wirken oft stärker als laute Auseinandersetzungen.
Besonders interessant fand ich Andreas Perspektive. Man versteht ihre Unsicherheit und ihre Erinnerungen an den Vater sehr gut, auch wenn man als Leser noch nicht genau greifen kann, wem man eigentlich glauben soll. Genau das macht aber den Reiz der Geschichte aus. Jede Figur scheint ihre eigene Wahrheit zu haben.
Die Leseprobe war für meinen Geschmack fast zu kurz, weil ich gerne direkt weitergelesen hätte. Trotzdem schafft es der Roman schon auf wenigen Seiten, eine intensive Atmosphäre aufzubauen und viele Fragen offen zu lassen. Für mich könnte „Geschwister“ ein sehr feinfühliger, psychologisch starker Familienroman werden. Vielleicht ein skandinavisches Highlight.
Der Einstieg rund um die Beerdigung hat mich sofort neugierig gemacht, weil man direkt spürt, dass zwischen den Geschwistern etwas Grundlegendes zerbrochen ist. Gleichzeitig erzählt Moa Herngren sehr ruhig und ohne großes Drama, was die Konflikte fast noch glaubwürdiger macht. Gerade diese kleinen Beobachtungen wie Blicke, Erinnerungen oder kurze Bemerkungen wirken oft stärker als laute Auseinandersetzungen.
Besonders interessant fand ich Andreas Perspektive. Man versteht ihre Unsicherheit und ihre Erinnerungen an den Vater sehr gut, auch wenn man als Leser noch nicht genau greifen kann, wem man eigentlich glauben soll. Genau das macht aber den Reiz der Geschichte aus. Jede Figur scheint ihre eigene Wahrheit zu haben.
Die Leseprobe war für meinen Geschmack fast zu kurz, weil ich gerne direkt weitergelesen hätte. Trotzdem schafft es der Roman schon auf wenigen Seiten, eine intensive Atmosphäre aufzubauen und viele Fragen offen zu lassen. Für mich könnte „Geschwister“ ein sehr feinfühliger, psychologisch starker Familienroman werden. Vielleicht ein skandinavisches Highlight.