Dysfunktionale Familienstruktur
Der Roman beinhaltet eine präzise atmosphärische Familienstudie über Rivalität, Erinnerung und alte Wunden. Nach dem Tod des Vaters treffen die drei erwachsenen Geschwister Ulrika, Andrea und Rasmus im Elternhaus zusammen. Was als familiäres Pflichttreffen beginnt, entwickelt sich schnell zu einem emotionalen Minenfeld: Alte Verletzungen brechen auf und unausgesprochene Konflikte drängen an die Oberfläche. Jeder der drei trägt eine eigene subjektive Wahrheit über die gemeinsame Kindheit in sich, teilweise ausgelöst durch unterschiedliche oder nicht vorhandene Informationen durch die Eltern. Der Roman zeigt eindringlich, was für verheerende Konsequenzen toxische Beziehungen zwischen den Eltern auf die Kinder haben können. Jeder der drei Geschwister erhält einen eigenen zusammenhängenden Abschnitt, wobei diese unterschiedlich lang ausfallen. Die Perspektiven überschneiden sich, ohne sich zu wiederholen, was den Roman besonders macht. Trotzdem hat mich der Schreibstil nicht komplett überzeugt, immer wieder habe ich das Buch tageweise zur Seite gelegt. Der Grundton war mir zu pessimistisch bzw. langweilig und es hat sich in die Länge gezogen.
Der Roman hat mich inhaltlich an die Sommerschwestern-Reihe von Monika Peetz erinnert, die mir aber viel besser gefallen hat trotz schlechterer Kritiken, was ich nicht nachvollziehen kann.
Der Roman hat mich inhaltlich an die Sommerschwestern-Reihe von Monika Peetz erinnert, die mir aber viel besser gefallen hat trotz schlechterer Kritiken, was ich nicht nachvollziehen kann.