Geschwister und ihre ganz eigene Wahrheiten.
Die schwedische Autorin Moa Herngren widmet sich in ihrem neuen Roman "Geschwister" der Fragilität familiärer Konstrukte. Im Mittelpunkt stehen die drei erwachsenen Hauptfiguren Ulrika, Andrea und Rasmus, die nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters aufeinandertreffen. Anlässlich des Geburtstags ihrer Mutter bricht im alten Elternhaus ein schwelender Konflikt mit voller Wucht aus.
Die Autorin seziert die Dynamiken zwischen der entthronten Erstgeborenen, dem klassischen Sandwichkind und dem vermeintlich verwöhnten Nesthäkchen meisterhaft. Die Geschichte wird konsequent aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Jedes der Geschwister hat seine ganz eigene, festgefahrene Version der gemeinsamen Kindheit abgespeichert.
Das fesselnde Buch wirft damit die unbequeme Frage auf, wem eigentlich die endgültige Wahrheit über die Vergangenheit gehört.
Das Werk ist ein lebensechtes Soziogramm, das tief sitzende Verletzungen schonungslos offenlegt. Durch verdrängte Missverständnisse und mangelnde Kommunikation verhärten sich die Fronten der Charaktere im Laufe der Jahre drastisch. Das Verschwinden bestimmter Gegenstände aus dem Haus bringt das ohnehin brüchige Fass schließlich zum Überlaufen. Real und schmerzhaft authentisch sind typische Kommunikationsmuster dargestellt.
Der flüssige und angenehme Schreibstil der Autorin sorgt trotz der schweren Thematik für einen packenden Lesefluss.
Das Cover fängt mit einer nostalgischen Note perfekt die Stimmung einer Zeit ein, in der die Welt scheinbar noch in Ordnung war.
Das Buch geht weit über eine einfache Unterhaltungsgeschichte hinaus und berührt gesellschaftlich relevante Themen.
Wer tiefgründige und klug konstruierte Familiendramen schätzt, kommt an diesem skandinavischen Roman definitiv nicht vorbei.
Die Autorin seziert die Dynamiken zwischen der entthronten Erstgeborenen, dem klassischen Sandwichkind und dem vermeintlich verwöhnten Nesthäkchen meisterhaft. Die Geschichte wird konsequent aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Jedes der Geschwister hat seine ganz eigene, festgefahrene Version der gemeinsamen Kindheit abgespeichert.
Das fesselnde Buch wirft damit die unbequeme Frage auf, wem eigentlich die endgültige Wahrheit über die Vergangenheit gehört.
Das Werk ist ein lebensechtes Soziogramm, das tief sitzende Verletzungen schonungslos offenlegt. Durch verdrängte Missverständnisse und mangelnde Kommunikation verhärten sich die Fronten der Charaktere im Laufe der Jahre drastisch. Das Verschwinden bestimmter Gegenstände aus dem Haus bringt das ohnehin brüchige Fass schließlich zum Überlaufen. Real und schmerzhaft authentisch sind typische Kommunikationsmuster dargestellt.
Der flüssige und angenehme Schreibstil der Autorin sorgt trotz der schweren Thematik für einen packenden Lesefluss.
Das Cover fängt mit einer nostalgischen Note perfekt die Stimmung einer Zeit ein, in der die Welt scheinbar noch in Ordnung war.
Das Buch geht weit über eine einfache Unterhaltungsgeschichte hinaus und berührt gesellschaftlich relevante Themen.
Wer tiefgründige und klug konstruierte Familiendramen schätzt, kommt an diesem skandinavischen Roman definitiv nicht vorbei.