Kultige Kinderbuchreihe

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Der Auftakt der Gespensterjäger-Reihe zeigt bereits auf den ersten Seiten, warum Cornelia Funke zu den beliebtesten Kinderbuchautorinnen gehört: Mit feinem Humor, einer Prise Grusel und viel Herz erzählt sie von Tom, der an einem dieser „nichts-klappt-Tage“ plötzlich einem echten Gespenst begegnet. Die Autorin versteht es meisterhaft, Spannung und Witz zu verbinden – die Situationen sind herrlich überzeichnet, gleichzeitig kann man Toms Angst und Aufregung förmlich mitfühlen. Besonders gelungen ist die Balance zwischen Alltagskomik (Schwester, Schule, elterliches Augenrollen) und der sich langsam aufbauenden Spukgeschichte im Keller, die so klassisch wie atmosphärisch wirkt.

Der Text liest sich flüssig und kindgerecht, mit vielen Dialogen und kleinen Beobachtungen, die Funke-typisch sofort Bilder im Kopf erzeugen. Schon die ersten Kapitel sind eine Einladung in eine Welt, die schaurig, aber niemals wirklich beängstigend ist. Die Neuauflage mit den farbigen Illustrationen von Franziska Blinde wirkt zudem sehr ansprechend und zeitgemäß, ohne den Charme der Originalausgabe zu verlieren.

Ein wunderbar leichtfüßiger, humorvoller Einstieg in eine kultige Kinderbuchreihe – ideal zum Vorlesen oder ersten Selberlesen. Wer klassische Spukgeschichten mit Herz und Augenzwinkern mag, ist hier genau richtig.