Tolle Gruselgeschichte
Der Auftakt der Reihe ist wirklich super schön, vor allem durch die neuen Farbseiten. Franziska Blindes Illustrationen sind wirklich ein Highlight: fantasievoll, detailverliebt, genau das braucht ein Kinderbuch, um nicht generisch auszusehen. Die Mischung aus den alten Schwarz-Weiß-Zeichnungen und den neuen Farbseiten funktioniert erstaunlich gut. Man merkt sofort, dass hier jemand mit Spaß am Detail gearbeitet hat.
Inhaltlich ist das Buch klassisch Funke: witzig, null belehrend, einfach in andere Welt eintauchen. Tom ist herrlich panisch, Hedwig Kümmelsaft eine Art Anti-Heldin, die man sofort mag. Das „schimmlig-grüne Gespenst“ ist eher süß-chaotisch als wirklich gruselig, was absolut passt. Der Grusel ist eher „freundlich“, also perfekt für Kinder, die sich gern ein bisschen erschrecken, aber nachts trotzdem schlafen wollen.
Der Plot ist für die Zielgruppe genau richtig. Viel wichtiger: Er fühlt sich nie zäh an. Man rutscht quasi durch die Kapitel.
Unterm Strich: Ein schönes Re-Design eines Klassikers und ein gutes Einstiegsbuch für Kids, die Lust auf unkomplizierten Grusel mit Humor haben und für Erwachsene, die beim Vorlesen etwas visuelle Abwechslung wollen.