Deutsch/Tschechisch
Ein geschichtliches Epos, das sich im Sudetenland zwischen der K. und K. Monarchie und den beiden Weltkriegen abspielt, bis hin ins Jahr 1947. Das Buch verlangt einem viel ab und für mich ist es um so wichtiger, da mein Schwiegervater aus Neudeck im Sudetenland stammt und als Vertriebener in Bayern Fuß fasste. Die Hauptakteure sind die beiden Freundinnen Zdenka und Anezka. Die eine Tschechin, die andere Deutsche. Beide Völker lebten nebeneinander her, verheirateten sich und es wurde tschechisch wie auch deutsch gesprochen. Die Frauen hatten oft ein schweres Schicksal, die Männer wilderten, ließen sich im Wirtshaushaus
voll laufen, die Frauen bekamen ihre Kinder und zogen sie groß. Zdenka hatte in ihrer Jugend einige Liebhaber, bekam aber dann einen strengen Mann. Hans ihr ehemaliger Liebhaber heiratete eine Fabrikantentochter und wurde selbst Fabrikbesitzer. Wir lernen den Lehrer Tomek kennen und viele andere Personen begleiten uns durch das Buch und wir sehen deren Lebensumstände. Doch nach dem ersten Weltkrieg veränderte sich die politische Situation, langsam aber sicher kamen die Nationalsozialisten an die Macht, was sich auch im Sudetenland bemerkbar machte. Und immer wieder sind es die Frauen, die zusammenhalten und sich um die Familie bemühen. Während des zweiten Weltkrieges spionierten sich die Menschen aus, wer war tschechisch und wer deutsch. Deportationen begannen, nicht nur bei den Juden. Wir erleben die Vertreibung der Deutschen aus dem Riesengebirge und immer noch hält die Freunschaft zwischen den beiden Frauen Zdanka und Anezkan, auch dann noch, als die eine in Benezko und die andere vertrieben in Bayern war. Die Autorin hat für dieses Buch die Vorlage ihrer eigenen Familie genommen, anhand deren Erlebnisse hat sie die Aufzeichnungen gemacht und man merkt, dass es hier nicht eine Geschichte ist, sondern das erlebte Geschehnisse hier zugrunde lagen. Hier erfahren wir mehr, als es jedes Geschichtsbuch vermagt hätte. Die fast 800 Seiten haben mich viel Kraft gekostet, man hat beim Lesen mit den Protagonisten gelitten. Die Sprache ist gut verständlich, die Vorkommnisse sind wirklichkeitsnah beschrieben, die Kapitel sind kurz und werden jeweils von einer Person bestimmt. Eine Lektüre, die man immer wieder mal zur Hand nimmt und gewisse Passagen nochmals liest. Das Cover zeigt eine wunderschöne junge Frau, die einen traurigen Blick hat. Aber der Diogenes Verlag hat immer wunderbare Titelseiten. Ein Mahnmal für die Menschen und man kann und darf hoffen, dass dies alles nicht noch einmal wiederholt wird.
voll laufen, die Frauen bekamen ihre Kinder und zogen sie groß. Zdenka hatte in ihrer Jugend einige Liebhaber, bekam aber dann einen strengen Mann. Hans ihr ehemaliger Liebhaber heiratete eine Fabrikantentochter und wurde selbst Fabrikbesitzer. Wir lernen den Lehrer Tomek kennen und viele andere Personen begleiten uns durch das Buch und wir sehen deren Lebensumstände. Doch nach dem ersten Weltkrieg veränderte sich die politische Situation, langsam aber sicher kamen die Nationalsozialisten an die Macht, was sich auch im Sudetenland bemerkbar machte. Und immer wieder sind es die Frauen, die zusammenhalten und sich um die Familie bemühen. Während des zweiten Weltkrieges spionierten sich die Menschen aus, wer war tschechisch und wer deutsch. Deportationen begannen, nicht nur bei den Juden. Wir erleben die Vertreibung der Deutschen aus dem Riesengebirge und immer noch hält die Freunschaft zwischen den beiden Frauen Zdanka und Anezkan, auch dann noch, als die eine in Benezko und die andere vertrieben in Bayern war. Die Autorin hat für dieses Buch die Vorlage ihrer eigenen Familie genommen, anhand deren Erlebnisse hat sie die Aufzeichnungen gemacht und man merkt, dass es hier nicht eine Geschichte ist, sondern das erlebte Geschehnisse hier zugrunde lagen. Hier erfahren wir mehr, als es jedes Geschichtsbuch vermagt hätte. Die fast 800 Seiten haben mich viel Kraft gekostet, man hat beim Lesen mit den Protagonisten gelitten. Die Sprache ist gut verständlich, die Vorkommnisse sind wirklichkeitsnah beschrieben, die Kapitel sind kurz und werden jeweils von einer Person bestimmt. Eine Lektüre, die man immer wieder mal zur Hand nimmt und gewisse Passagen nochmals liest. Das Cover zeigt eine wunderschöne junge Frau, die einen traurigen Blick hat. Aber der Diogenes Verlag hat immer wunderbare Titelseiten. Ein Mahnmal für die Menschen und man kann und darf hoffen, dass dies alles nicht noch einmal wiederholt wird.