Deutsch-tschechische Geschichte aus Familiensicht

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sarahjanebooks Avatar

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"Geteiltes Haus" ist für mich wieder ein Beispiel, wie wenig wir über Geschichte wissen, selbst wenn sie uns interessiert und wenigstens teilweise auch betrifft. "Sudeten" und "Sudetendeutsche" kenne ich als Begriff, aber was genau dahintersteckt, ihre Geschichte, Traditionen und auch Vertreibung, kannte ich nicht. Auch wenn "Geteiltes Haus" mindestens teilweise fiktionalisiert ist, fand ich den Roman alleine deswegen gut, auch weil er mich anregte, mich mehr mit diesem Thema zu beschäftigen. Auch gefiel mir die Sprache - Sophia Marzolff hat tolle Arbeit bei der Übersetzung geleistet! Ich vermute, dass viel Recherchearbeit hinter der speziellen Sprache der Sudeten steckt, die nicht einfach in standardmäßiges Hochdeutsch übersetzt wurde.
Überhaupt gefiel mir die Sprache, dank der ich gleich Bilder, Benetzko, Anezka, Zdenka und ihre Familien vor Augen hatte. Auch kam ich dank ihr schnell in die einzelnen Kapitel rein. Gleichzeitig blieb ich anfangs doch noch etwas verwirrt, wegen der vielen Charaktere, die schnell nacheinander eingeführt werden. Da half auch das Personenverzeichnis erst im Laufe des Buchs, da in der Liste alle miteinander in Bezug gesetzt werden, was anfangs eher noch mehr Verwirrung stiftete.