Ein besonderes Zeitdokument
"Geteiltes Haus" von Alice Horáčková ist ein Roman, der auf der Familiengeschichte der Autorin beruht.
Auf über 800 Seiten beschreibt die Autorin die Geschehnisse in Benetzko im Sudetenland über den Zeitraum von der K.-u.-k.-Monarchie bis zur Nachkriegszeit. Der Roman ist zum einen eine Familiensaga, zum anderen aber auch ein Zeitdokument der besonderen Art. In Benetzko leben Zdenka und Anežka, die eine tschechisch, die andere deutsch. Um deren Familien und natürlich sie selbst geht es in diesem Roman. Die Autorin beschreibt spannend und fesselnd die Geschichte in einer Region, die mir nicht näher bekannt ist. Natürlich haben wir alle wohl schon einige historische Romane aus dieser Zeit gelesen, trotzdem ist der Roman etwas besonderes. Er zeigt nicht nur die Schicksale von Zdenka und Anežka und ihren Familien auf, er beschreibt auch sehr eindrücklich, wie aus Freunden aus zwei Nationen Feinde werden können. Wir erleben Denunziationen, Machtgehabe, Rache, Widerstand und vieles mehr.
Horáčková lässt uns an ihrer Familiengeschichte aus verschiedenen Perspektiven teilhaben. Dabei geht sie sehr empathisch auf die unterschiedlichen Gefühle der verschiedenen Protagonist*innen ein. Daneben beschreibt sie aber auch das schwere Leben im Riesengebirge. "Ein halbes Jahr schneit es, den Rest des Jahres ist es kalt" Wir erfahren von Wilderern, aber auch von ungeliebten Schwiegermüttern, von Profiteuren und Benachteiligten dieser schrecklichen Zeit. Trotz der über 800 Seiten ist mir der Roman nie langweilig geworden. Einmal begonnen, wollte ich ihn auch nicht mehr weglegen.
Ich empfehle dieses Zeitdokument sehr gerne weiter! Es zeigt, wie schnell aus Freundschaften Feindschaften werden können, was politische Indoktrination bewirken kann. Es zeigt aber auch, dass trotz den Unterschiede Freundschaften bestehen können. Mich hat der Roman sehr beeindruckt. Leider werden genau die Personen, die es eigentlich lesen sollten, es nicht lesen...
Ein großartiger Roman, der die 5 Sterne verdient hat! Ich bin übrigens mit Google-Earth extra nach Benetzko "gereist", um mir ein besseres Bild von der Landschaft zu machen.
Auf über 800 Seiten beschreibt die Autorin die Geschehnisse in Benetzko im Sudetenland über den Zeitraum von der K.-u.-k.-Monarchie bis zur Nachkriegszeit. Der Roman ist zum einen eine Familiensaga, zum anderen aber auch ein Zeitdokument der besonderen Art. In Benetzko leben Zdenka und Anežka, die eine tschechisch, die andere deutsch. Um deren Familien und natürlich sie selbst geht es in diesem Roman. Die Autorin beschreibt spannend und fesselnd die Geschichte in einer Region, die mir nicht näher bekannt ist. Natürlich haben wir alle wohl schon einige historische Romane aus dieser Zeit gelesen, trotzdem ist der Roman etwas besonderes. Er zeigt nicht nur die Schicksale von Zdenka und Anežka und ihren Familien auf, er beschreibt auch sehr eindrücklich, wie aus Freunden aus zwei Nationen Feinde werden können. Wir erleben Denunziationen, Machtgehabe, Rache, Widerstand und vieles mehr.
Horáčková lässt uns an ihrer Familiengeschichte aus verschiedenen Perspektiven teilhaben. Dabei geht sie sehr empathisch auf die unterschiedlichen Gefühle der verschiedenen Protagonist*innen ein. Daneben beschreibt sie aber auch das schwere Leben im Riesengebirge. "Ein halbes Jahr schneit es, den Rest des Jahres ist es kalt" Wir erfahren von Wilderern, aber auch von ungeliebten Schwiegermüttern, von Profiteuren und Benachteiligten dieser schrecklichen Zeit. Trotz der über 800 Seiten ist mir der Roman nie langweilig geworden. Einmal begonnen, wollte ich ihn auch nicht mehr weglegen.
Ich empfehle dieses Zeitdokument sehr gerne weiter! Es zeigt, wie schnell aus Freundschaften Feindschaften werden können, was politische Indoktrination bewirken kann. Es zeigt aber auch, dass trotz den Unterschiede Freundschaften bestehen können. Mich hat der Roman sehr beeindruckt. Leider werden genau die Personen, die es eigentlich lesen sollten, es nicht lesen...
Ein großartiger Roman, der die 5 Sterne verdient hat! Ich bin übrigens mit Google-Earth extra nach Benetzko "gereist", um mir ein besseres Bild von der Landschaft zu machen.