Eine packende Familiengeschichte
Wer Familiengeschichten mit politischem Unterton mag, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen!
Die Geschichte spielt im deutsch-tschechischen Grenzgebiet in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen einerseits Zdenka und Anežka, deren Briefwechsel auch den Rahmen für die Erzählung bildet, andererseits aber auch die drei Hollmann-Brüder Emil, Vinzenz und Hans. Die Autorin zeigt so nicht nur weibliche Lebensrealitäten in schwierigen politischen Situationen auf, sondern auch wie sich die zwei Weltkriege sowie der aufkommenden Nationalsozialismus ganz unterschiedlich auf den Werdegang der Männer auswirken. Die Kapitel sind kurz und prägnant, laden dabei aber immer zum Weiterlesen ein, so dass ich dieses doch recht umfangreiche Buch wie im Nu durchgelesen habe; auch die große Zahl an Figuren macht es sehr abwechslungsreich und ermöglicht es viele unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen kennenzulernen. Besonders gut gefallen hat mir, wie feinfühlig und nuanciert die Autorin vorführt, wie sich Nationalismus und Patriotismus vor allem in einem Grenzgebiet ad absurdum führen und auch Konflikte innerhalb der Familie verursachen. Nachdem ich an einer vom Diogenes Verlag organisierten Online-Lesung mit Alice Horáčková teilgenommen habe, in der sie u. a. über ihre Recherchearbeit und die Inspiration durch ihre eigene Familiengeschichte gesprochen hat, konnte ich die erzählte Geschichte sogar noch mehr wertschätzen. Keine Wunder, dass sie so authentische wirkt und mich tatsächlich auch sehr berührt hat. Ganz große Leseempfehlung!
Die Geschichte spielt im deutsch-tschechischen Grenzgebiet in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen einerseits Zdenka und Anežka, deren Briefwechsel auch den Rahmen für die Erzählung bildet, andererseits aber auch die drei Hollmann-Brüder Emil, Vinzenz und Hans. Die Autorin zeigt so nicht nur weibliche Lebensrealitäten in schwierigen politischen Situationen auf, sondern auch wie sich die zwei Weltkriege sowie der aufkommenden Nationalsozialismus ganz unterschiedlich auf den Werdegang der Männer auswirken. Die Kapitel sind kurz und prägnant, laden dabei aber immer zum Weiterlesen ein, so dass ich dieses doch recht umfangreiche Buch wie im Nu durchgelesen habe; auch die große Zahl an Figuren macht es sehr abwechslungsreich und ermöglicht es viele unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen kennenzulernen. Besonders gut gefallen hat mir, wie feinfühlig und nuanciert die Autorin vorführt, wie sich Nationalismus und Patriotismus vor allem in einem Grenzgebiet ad absurdum führen und auch Konflikte innerhalb der Familie verursachen. Nachdem ich an einer vom Diogenes Verlag organisierten Online-Lesung mit Alice Horáčková teilgenommen habe, in der sie u. a. über ihre Recherchearbeit und die Inspiration durch ihre eigene Familiengeschichte gesprochen hat, konnte ich die erzählte Geschichte sogar noch mehr wertschätzen. Keine Wunder, dass sie so authentische wirkt und mich tatsächlich auch sehr berührt hat. Ganz große Leseempfehlung!