Familienroman aus dem Riesengebirge
Der Roman „Geteiltes Haus“ von Alice Horáčková behandelt eine Familie aus dem Riesengebirge zu Beginn bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Der Roman beinhaltet den ersten Weltkrieg und den zweiten Weltkrieg jeweils aus Sicht der Deutschen und Tschechen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Frauen Anežka und Zdenka, die eine deutsch, die andere tschechisch.
Zuallererst möchte ich sagen, dass der Roman eine unglaubliche Wucht hatte. Die Autorin hat es geschafft eine komplexe Geschichte zwischen Deutschen und Tschechien im Sudetenland runterzubrechen und dem Leser die Feinheiten des Konflikts vor Augen zu führen. So konnte man das freundschaftliche Nebeneinanderleben zu Anfang beobachten, wo es keine Rolle spielte, ob der Nachbar Deutscher oder Tscheche war, weil die meisten sowieso beide Sprachen sprechen konnten. Am Ende waren die Fronten zwischen den Nationen so verhärtet, dass Teile einer Familie vertrieben wurden, während andere bleiben konnten.
Die ersten 200 Seiten sind sehr schleppend vorangegangen. Da das Buch keinen fortwährenden Handlungsstrang verfolgte, sondern die Kapitel eher eine Momentaufnahme darstellten, hätte ich es nicht schlimm gefunden, wenn einige Kapitel weggelassen worden wären. Vor allem irritierten mich einige Szenen in den ersten 200 Seiten, in welchen meiner Ansicht nach eindeutig ein sexueller Übergriff stattfand, dies aber von dem „Opfer“ nicht so wahrgenommen wurde. Da stellte sich mir die Frage, wieso die Szenen in der Art und Weise beschrieben wurden. Die genaue Beschreibung dieser Szenen ist meiner Ansicht nach nicht für die weitere Handlung des Buches nicht wichtig, sodass ich diese persönlich weggelassen hatte.
Auch hat mich die Menge der Charaktere in dem Buch zu Anfang sehr verwirrt. Da konnte die Beschreibung der wichtigsten Personen im Buch auch nur bedingt helfen.
Eine andere Sache, die ich schön gefunden hätte ist, wenn einige Begriffe auf Tschechisch geschrieben wären. Ich habe das Gefühl, dass dadurch, dass alles auf Deutsch übersetzt wurde der besondere Charakter der Grenzregion verloren geht, in welcher Deutsch und Tschechisch gesprochen wurde. Bei der polnischen und der russischen Sprache wurde es ein wenig gemacht, aber ich hätte es auch schön gefunden, wenn es bei auch bei der tschechischen so gewesen wäre.
Ab circa ab der Mitte des Buches nahm das Buch an Fahrt auf und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Die Ereignisse überschlugen sich und ich konnte kaum abwarten das Ende zu erfahren. Ich empfehle das Buch jedem, der ein Interesse an der Geschichte des Riesengebirges zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat und mehr über den historischen Kontext der Vertreibung der Deutschen aus dem Grenzgebiet erfahren möchte.
Zuallererst möchte ich sagen, dass der Roman eine unglaubliche Wucht hatte. Die Autorin hat es geschafft eine komplexe Geschichte zwischen Deutschen und Tschechien im Sudetenland runterzubrechen und dem Leser die Feinheiten des Konflikts vor Augen zu führen. So konnte man das freundschaftliche Nebeneinanderleben zu Anfang beobachten, wo es keine Rolle spielte, ob der Nachbar Deutscher oder Tscheche war, weil die meisten sowieso beide Sprachen sprechen konnten. Am Ende waren die Fronten zwischen den Nationen so verhärtet, dass Teile einer Familie vertrieben wurden, während andere bleiben konnten.
Die ersten 200 Seiten sind sehr schleppend vorangegangen. Da das Buch keinen fortwährenden Handlungsstrang verfolgte, sondern die Kapitel eher eine Momentaufnahme darstellten, hätte ich es nicht schlimm gefunden, wenn einige Kapitel weggelassen worden wären. Vor allem irritierten mich einige Szenen in den ersten 200 Seiten, in welchen meiner Ansicht nach eindeutig ein sexueller Übergriff stattfand, dies aber von dem „Opfer“ nicht so wahrgenommen wurde. Da stellte sich mir die Frage, wieso die Szenen in der Art und Weise beschrieben wurden. Die genaue Beschreibung dieser Szenen ist meiner Ansicht nach nicht für die weitere Handlung des Buches nicht wichtig, sodass ich diese persönlich weggelassen hatte.
Auch hat mich die Menge der Charaktere in dem Buch zu Anfang sehr verwirrt. Da konnte die Beschreibung der wichtigsten Personen im Buch auch nur bedingt helfen.
Eine andere Sache, die ich schön gefunden hätte ist, wenn einige Begriffe auf Tschechisch geschrieben wären. Ich habe das Gefühl, dass dadurch, dass alles auf Deutsch übersetzt wurde der besondere Charakter der Grenzregion verloren geht, in welcher Deutsch und Tschechisch gesprochen wurde. Bei der polnischen und der russischen Sprache wurde es ein wenig gemacht, aber ich hätte es auch schön gefunden, wenn es bei auch bei der tschechischen so gewesen wäre.
Ab circa ab der Mitte des Buches nahm das Buch an Fahrt auf und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Die Ereignisse überschlugen sich und ich konnte kaum abwarten das Ende zu erfahren. Ich empfehle das Buch jedem, der ein Interesse an der Geschichte des Riesengebirges zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat und mehr über den historischen Kontext der Vertreibung der Deutschen aus dem Grenzgebiet erfahren möchte.