Für zähe Leser*innen

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"Geteiltes Haus" ist ein Balanceakt zwischen Roman und Historie, Lektüre und Geschichtswissen, ebenso wie Tragödie und Romantik. Ich finde es beeindruckend wie es der Autorin gelingt die Geschichte einer Familie ebenso realistisch, wertfrei und unverblümt wie emotional und spieelrisch zu erzählen. Das Leseerlebnis gestaltet sich dadurch für meinen Geschmack allerdings leider ein wenig zu flach. Es werden so viele Aspekte angeschnitten, so viele Handlungen und Schauplätze angerissen, dass der Tiefgang fehlt und ich mich in viele Situationen leider nicht gut hineinversetzen konnte. Außerdem lässt sich das Buch zwar flüssig Lesen, die Nebenhandlungen nehmen allerdings so viel Raum ein, dass es ein wenig Durchhaltevermögen kostet, bis man zur eigentlichen Handlung durchgedrungen. Dann allerdings lohnt sich das Durchhalten!