Geht so

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Geteiltes Haus von Alice Horáčková hat mich leider weniger gefesselt, als ich nach dem Klappentext erwartet hatte. Die Geschichte spielt in einem Dorf im Riesengebirge bzw. im damaligen Sudetenland und begleitet über mehrere Jahrzehnte hinweg zwei Frauen – eine tschechischer, die andere deutscher Herkunft –, die trotz politischer Umbrüche, Kriege und persönlicher Schicksalsschläge an ihrer Freundschaft festhalten. Gerade dieser Einblick in das Zusammenleben von Tschechen und Deutschen und in die Geschichte des Sudetenlands war für mich der interessanteste Teil des Buches.

Die vielen kleinen Alltagskonflikte, Familiengeschichten und historischen Ereignisse ergeben ein stimmungsvolles Bild der Zeit. Allerdings empfand ich den Schreibstil stellenweise als etwas langatmig, sodass sich das Buch für mich öfter gezogen hat. Dadurch ging ein Teil der Spannung verloren, und ich konnte nicht immer eine enge Verbindung zu den Figuren aufbauen.

Insgesamt ist Geteiltes Haus für Leserinnen und Leser empfehlenswert, die sich für Familiengeschichten und die Geschichte des Sudetenlands interessieren. Mich hat der historische Hintergrund durchaus bereichert, aber erzählerisch hat das Buch meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllt.