Jahreshighlight
Es ist für mich das Jahr der mitteleuropäischen Familienromanen und hier reiht sich "Geteiltes Haus" der tschechischen Autorin Alice Horáčková perfekt ein. Oder vielmehr als einreihen, sticht es besonders positiv hinaus. Trotz der doch erwähnenswerten Länge des Romans, ist es schwer aus der Hand zu legen und wenn man sich doch trennen muss, ist man mit den Gedanken im Sudetenland.
Bereits der erste Satz wirft einen mit beeindruckender Wucht in die Geschichte hinein. Die Autorin schafft es, lebendige Charaktere zu zeichnen, dabei geht die Freundschaft von Zdenka und Anežka, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten, besonders nahe.
Durch den langen Handlungszeitraum begleitet man die Charaktere durch ihr Leben, ist Teil ihrer Entwicklungen, Erfolge und Verluste. Dabei ist es beeindruckend, wie vielschichtig Horáčková die handelnden Personen darstellt. Dabei wird durchaus nicht außer acht gelassen, dass Menschen vielschichtig sind. So kann der opportune Nationalsozialist durchaus die jüdische Frau seines Bruders schützen.
Durch die kurzen Kapitel mit Perspektivenwechsel, kommen keine Längen in der Erzählung auf, man wird hineingezogen und möchte nicht mehr aufhören.
Ein kleiner Kritikpunkt, die wiederkehrenden spiritistischen Einschübe haben sich mir nicht gänzlich erschlossen. Abgesehen davon aber, wird "Geteiltes Haus" sicherlich auf meiner persönlichen Jahres-Lesehighlightliste 2026 enden.
Hoffentlich werden noch weitere Romane der Autorin übersetzt.
Bereits der erste Satz wirft einen mit beeindruckender Wucht in die Geschichte hinein. Die Autorin schafft es, lebendige Charaktere zu zeichnen, dabei geht die Freundschaft von Zdenka und Anežka, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten, besonders nahe.
Durch den langen Handlungszeitraum begleitet man die Charaktere durch ihr Leben, ist Teil ihrer Entwicklungen, Erfolge und Verluste. Dabei ist es beeindruckend, wie vielschichtig Horáčková die handelnden Personen darstellt. Dabei wird durchaus nicht außer acht gelassen, dass Menschen vielschichtig sind. So kann der opportune Nationalsozialist durchaus die jüdische Frau seines Bruders schützen.
Durch die kurzen Kapitel mit Perspektivenwechsel, kommen keine Längen in der Erzählung auf, man wird hineingezogen und möchte nicht mehr aufhören.
Ein kleiner Kritikpunkt, die wiederkehrenden spiritistischen Einschübe haben sich mir nicht gänzlich erschlossen. Abgesehen davon aber, wird "Geteiltes Haus" sicherlich auf meiner persönlichen Jahres-Lesehighlightliste 2026 enden.
Hoffentlich werden noch weitere Romane der Autorin übersetzt.