Mal was ganz Anderes!

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söphken Avatar

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Ich fand „Geteiltes Haus“ wirklich mal ganz anders und genau das hat mir so gut gefallen. Ich interessiere mich sehr für Geschichte und habe beim Lesen einiges über die tschechisch deutsche Geschichte und die verschiedenen Lebensrealitäten dieser Zeit gelernt. Besonders schön fand ich, dass Geschichte hier nicht einfach nur aus großen politischen Ereignissen besteht, sondern anhand von Menschen und ihren persönlichen Geschichten erzählt wird.

Am meisten beschäftigt haben mich dabei die Frauen. Ich fand es spannend und teilweise auch berührend zu sehen, wie Zdenka und Anežka ihren eigenen Weg gesucht haben und wie sehr ihr Leben trotzdem von den gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen geprägt war. Gerade aus einer feministischen Perspektive fand ich es interessant, wie viel Stärke, aber auch wie viele Einschränkungen in ihren Lebensgeschichten stecken. Viele Entscheidungen, die heute vielleicht selbstverständlich erscheinen, waren für Frauen damals überhaupt nicht selbstverständlich.

Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, eine Zeit kennenzulernen, über die ich bisher viel zu wenig wusste. Gleichzeitig war es keine trockene Geschichtsstunde, sondern eine sehr persönliche Familiengeschichte, durch die die Vergangenheit viel greifbarer wurde.

Für mich war das Buch deshalb eine richtig schöne Mischung aus Geschichte, persönlichen Schicksalen und starken Frauen. Ich habe viel gelernt und hatte gleichzeitig das Gefühl, wirklich eine besondere Geschichte gelesen zu haben.