Anpassung und Selbstbehauptung
Diese Leseprobe hat mich mit ihrer klugen, präzisen Beobachtung des Arbeitsalltags sofort in ihren Bann gezogen. Die Autorin seziert die Beraterwelt mit ihren teuren Brillen, ihrem Corporate-Vokabular und ihren stillen Machtspielen so genau, dass ich mich zwischendurch selbst ertappt fühlte, wie sehr mich diese Details amüsiert und zugleich befremdet haben.
Johanna hat mich als Figur sofort erreicht, diese leise Anspannung, mit der sie durch ihren Tag navigiert, immer bemüht, alles richtig zu machen, immer ein Stück zu wenig gesehen. Besonders die Rückblenden zu ihrer Familie, zu ihrer Mutter mit dem Kreuz auf der Zunge, zu den Erwartungen und der Distanz zwischen ihrer Herkunft und ihrem jetzigen Leben, haben eine emotionale Tiefe, die diesem Bürokosmos noch eine ganz andere Ebene hinzufügt. Wie beiläufig die Autorin dabei Herkunft, Klasse und Zugehörigkeit verhandelt, ohne es aufdringlich zu machen, hat mich wirklich beeindruckt.
Als Tom am Ende sein unfaires Spiel als fair verkauft und Johanna trotz brennender Zunge zustimmt, wusste ich, dass hier etwas zerbricht, das schon lange bröckelt. Ich wollte sofort weiterlesen und erfahren, wie sich dieser stille Konflikt zwischen Johanna und Tom, zwischen Anpassung und Selbstbehauptung, weiterentwickelt.
Johanna hat mich als Figur sofort erreicht, diese leise Anspannung, mit der sie durch ihren Tag navigiert, immer bemüht, alles richtig zu machen, immer ein Stück zu wenig gesehen. Besonders die Rückblenden zu ihrer Familie, zu ihrer Mutter mit dem Kreuz auf der Zunge, zu den Erwartungen und der Distanz zwischen ihrer Herkunft und ihrem jetzigen Leben, haben eine emotionale Tiefe, die diesem Bürokosmos noch eine ganz andere Ebene hinzufügt. Wie beiläufig die Autorin dabei Herkunft, Klasse und Zugehörigkeit verhandelt, ohne es aufdringlich zu machen, hat mich wirklich beeindruckt.
Als Tom am Ende sein unfaires Spiel als fair verkauft und Johanna trotz brennender Zunge zustimmt, wusste ich, dass hier etwas zerbricht, das schon lange bröckelt. Ich wollte sofort weiterlesen und erfahren, wie sich dieser stille Konflikt zwischen Johanna und Tom, zwischen Anpassung und Selbstbehauptung, weiterentwickelt.