Authentisch mit toller Sprache, einzig das Ende war eher enttäuschend für mich

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vo.nicole Avatar

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Ich bin ohne besondere Erwartungen an dieses Debüt von Alexandra-Maria Pipos gegangen. Doch bereits nach den ersten Kapiteln hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Pipos schafft es, eine sprachlich sehr tolle Geschichte zu entspinnen über das ewige Hamsterrad, kulturelle Unterschiede und die Familie.

Ioana, die nur für ihren Job, ihre To-Do-Listen und ihre Beförderung lebt, steht dabei im Mittelpunkt der Geschichte. Erst in ihrer Heimat in Rumänien, nach dem Tod ihres Großvaters kommt sie langsam ins Grübeln zwecks ihres Lebensstils.

Besonders gefallen hat mir die Authentizität der Geschichte. Der kulturelle Hintergrund wird sehr glaubwürdig beschrieben und ich konnte mich sehr gut in die Situationen hineinversetzen. Während die ersten Seiten des Buches noch eher leicht daherkommen, werden die Themen mit zunehmender Seitenzahl doch ernster. Die Grundstimmung ist generell eher melancholisch. Was mir gefallen hat, war der Einbau der "Ikonen" (= Kult- und Heiligenbilder der Ostkirchen), die aus ihrer Perspektive noch zusätzliches Wissen über die Familie erzählten und damit eine weitere spannende Perspektive darstellten.

Einzig mit dem Ende bin ich nicht ganz so glücklich. Für mich bleiben zu viele Fragen offen und ich hätte mir ein paar mehr Seiten gewünscht.