Bekannter Plot neu erzählt

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Was bleibt eigentlich von uns übrig, wenn wir aufhören, ständig alles zu geben?

Ioana glaubt: Wenn man sich nur genug anstrengt, kann man alles erreichen. Also gibt sie alles. Für den Job, für die Karriere, für die Familie – am besten gleichzeitig. Selbstoptimierung auf Anschlag, denn the sky is the limit. 🚀

Warum sie so getrieben ist, versteht man erst nach und nach. Als Kind einer rumänischen Migrantinnenfamilie hat sie früh gelernt, dass man sich immer irgendwie nach einem besseren Leben strecken muss.

Als ihr Großvater schwer erkrankt, reist Ioana nach Rumänien. Während ihre Familie sie dort immer mehr vereinnahmt, läuft in Deutschland ihr Job aus dem Ruder. Ihr Konkurrent wird zur Bedrohung für ihre Beförderung und plötzlich drohen ihr die vielen Fäden, die sie bisher zusammengehalten hat, zu entgleiten.

Was ist wirklich wichtig, wenn man nicht mehr alles gleichzeitig schaffen kann?

Der Plot ist vielleicht nicht völlig neu, aber Alexandra-Maria Pipos erzählt ihn überraschend originell, kurzweilig und mit einer ordentlichen Portion Humor. Ich musste tatsächlich mehrmals laut lachen. 😂

Besonders mochte ich die eingeschobenen Kapitel, in denen Ikonen über die jeweiligen Figuren und deren Leben erzählen. Ein ungewöhnliches Stilmittel, das der Geschichte noch einmal eine ganz eigene Note gibt.

Für mich ein unterhaltsamer Roman über Leistungsdruck, Familie, Erwartungen und die Frage, ob man wirklich immer alles geben muss. 🩷