Deutsches Hamsterrad vs. rumänische Tradition
Ioana ist Tochter von rumänischen Einwanderern und lebt in Deutschland. Schon früh hat sie gelernt, dass sie nicht so gut wie ihre deutschen Mitmenschen sein muss, sondern noch besser - und zwar in allen Bereichen! Mit zwanghaftem Ehrgeiz hat sie sich durch Schule, Studium und Berufskarriere getrieben und steht nun in einer Firma für Unternehmensberatung kurz vor dem Aufstieg zur jüngsten Projektmanagerin aller Zeiten.
Doch dann stirbt ihr Grossvater, bei dem sie als Kind immer die Sommermonate verbracht hat. Überstürzt reist Ioana nach Rumänien und wird dort vom Kulturschock getroffen: Plattenbau statt Büro, eine grosse und laute Familie, die keine Grenzen kennt, viel Glaube und noch mehr Aberglaube und rund um die Uhr keine Privatsphäre. Zu allem Unglück stellt sich während der Totenwache heraus, dass für den Opa kein Grabplatz frei ist. Nebenbei erfährt die Protagonistin auch, dass ihre bisherigen finanziellen Zuwendungen an die Familie vom Onkel versoffen worden sind. Doch auch in Deutschland spitzt sich die Lage zu. Ioanas Arbeitskollegen entpuppen sich als skrupellose Konkurrenten, die ihre kurzfristige Abwesenheit nutzen, um selbst nach oben zu gelangen.
Erfrischend, frech, geradlinig und scharf ist die Stimme, die die Autorin der Hauptfigur verleiht. Sie ist zu jedem Zeitpunkt authentisch und macht sowohl die Ioana in Deutschland als auch diejenige in Rumänien stets sympathisch und nahbar. Als besondere Zwischenspiele richten die allgegenwärtigen Ikonen einen tiefen und unverstellten Blick auf die einzelnen Protagonisten. Die religiösen Figuren nehmen als aufmerksame Beobachter alles Gesagte und Ungesagte auf und geben es ohne jegliches Urteil in tiefster Aufrichtigkeit wieder.
Ein chaotisches, witziges, tragisches und gesellschaftskritisches Werk mit viel Osteuropa-Flair. Meine persönliche Empfehlung für Fans von "Moscow Mule" von Maya Rosa.
Doch dann stirbt ihr Grossvater, bei dem sie als Kind immer die Sommermonate verbracht hat. Überstürzt reist Ioana nach Rumänien und wird dort vom Kulturschock getroffen: Plattenbau statt Büro, eine grosse und laute Familie, die keine Grenzen kennt, viel Glaube und noch mehr Aberglaube und rund um die Uhr keine Privatsphäre. Zu allem Unglück stellt sich während der Totenwache heraus, dass für den Opa kein Grabplatz frei ist. Nebenbei erfährt die Protagonistin auch, dass ihre bisherigen finanziellen Zuwendungen an die Familie vom Onkel versoffen worden sind. Doch auch in Deutschland spitzt sich die Lage zu. Ioanas Arbeitskollegen entpuppen sich als skrupellose Konkurrenten, die ihre kurzfristige Abwesenheit nutzen, um selbst nach oben zu gelangen.
Erfrischend, frech, geradlinig und scharf ist die Stimme, die die Autorin der Hauptfigur verleiht. Sie ist zu jedem Zeitpunkt authentisch und macht sowohl die Ioana in Deutschland als auch diejenige in Rumänien stets sympathisch und nahbar. Als besondere Zwischenspiele richten die allgegenwärtigen Ikonen einen tiefen und unverstellten Blick auf die einzelnen Protagonisten. Die religiösen Figuren nehmen als aufmerksame Beobachter alles Gesagte und Ungesagte auf und geben es ohne jegliches Urteil in tiefster Aufrichtigkeit wieder.
Ein chaotisches, witziges, tragisches und gesellschaftskritisches Werk mit viel Osteuropa-Flair. Meine persönliche Empfehlung für Fans von "Moscow Mule" von Maya Rosa.